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Projekt hat sich bewährt
„MoDiTec“ bietet Menschen mit Behinderung seit zehn Jahren eine Chance
Aus kleinen Anfängen heraus hat sich der Betrieb "MoDiTec" in Montabaur in zehn Jahren zu einem florierenden Unternehmen entwickelt.
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Christof Wagenbach und Peter Börner (von links) schätzen die Arbeit, die ihnen in Montabaur angeboten wird. Foto: Häring Montabaur. Eine wachsende Zahl von psychisch kranken Menschen ist dauerhaft oder vorübergehend nicht erwerbsfähig. Für viele dieser betroffenen Personen ist die soziale Anerkennung im Arbeitsalltag dennoch sehr wichtig, um sich als Teil der Gesellschaft fühlen zu können.
Menschen mit psychischer Erkrankung oder seelischer Behinderung, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorübergehend oder dauerhaft nicht erwerbsfähig sind, finden im Betrieb "MoDiTec" in Montabaur seit nunmehr zehn Jahren Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben. Für einen Teil der Personen ist die Beschäftigung bei MoDiTec der erste Einstieg ins Berufsleben. Andere waren bereits in sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen tätig, die sie aufgrund ihrer psychischen Erkrankung aufgeben mussten.
MoDiTec steht für "Montage, Dienstleistung und Technik" und beschreibt die Arbeitsbereiche, in denen die Beschäftigten für externe Auftraggeber tätig sind, wie Büroservice, Elektro- und Wachsmontage, Montage/Verpackung sowie Konfektionierung.
Auf Wunsch können Praktika in anderen Bereichen der Caritas-Werkstätten wie z. B. Garten- und Landschaftsbau, Gärtnerei, Heißmangel, Holz- und Metallbearbeitung, Küche, Lager oder Aktenvernichtung absolviert werden.
Mit Unterstützung der Integrationsabteilung Viweca werden darüber hinaus auf Wunsch der Beschäftigten Praktika, dauerhafte Außenarbeitsplätze sowie Integrations- und Zuverdienstarbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt. Aufgrund der hohen Nachfrage in der Region Rhein-Lahn wurde Anfang des Jahres ein weiterer Betrieb für psychisch kranke Menschen in Lahnstein eröffnet.
So unterschiedlich die Biographien der Menschen sind, die bei MoDiTec für einen begrenzten Zeitraum oder dauerhaft Hilfe zur Eingliederung in das Arbeitsleben erhalten, so unterschiedlich sind die Angebote, die in Anspruch genommen werden können.
Im Vordergrund steht das Bestreben, die Leistungen der Teilhabe am Arbeitsleben so zu gestalten, dass sie sich am individuellen Bedarf des Menschen orientieren. Häufig haben erwerbsunfähige psychisch kranke Menschen bereits Berufserfahrung vorzuweisen.
Steigende Nachfrage
"Wie auch immer ihr bisheriger Werdegang war, bei MoDiTec finden sie persönliche Beratung, eine Feststellung ihrer beruflichen Fähigkeiten und Interessen, berufliche Qualifizierung und passgenaue Arbeitsangebote, die sie fordern, aber nicht überfordern", beschreibt Geschäftsführer Erwin Peetz das Angebot von MoDiTec und gibt einen kurzen Rückblick auf die letzten zehn Jahre.
Mit sieben Beschäftigten wurde MoDiTec im Jahr 2001 in der Warthestraße in unmittelbarer Nähe der bereits bestehenden Werkstatt für behinderte Menschen eröffnet. Aufgrund der steigenden Nachfrage mussten kontinuierlich weitere Räumlichkeiten angemietet werden. Heute nutzen 63 Personen aus dem Westerwaldkreis die Berufsbildungs- und Arbeitsangebote bei MoDiTec in Montabaur.
Zwei der MoDiTec-Mitarbeiter, Christof Wagenbach und Peter Börner, die vor genau zehn Jahren ihre Tätigkeit aufgenommen haben, schätzen neben der Arbeit die räumlichen Bedingungen sowie die soziale Unterstützung, die durch die Fachkräfte, den Sozialdienst und den Psychologen gewährleistet sei. Außerdem betonen sie die Bedeutung der sozialen Kontakte, die sie auch über die Arbeit hinaus fortführten.
Näheres zu MoDiTec und den Caritas-Werkstätten unter Telefon (0 26 02) 1 30 70, E-Mail: sd.moditec@caritaswerkstaetten-wwrl.de oder im Internet unter http://www.caritaswerkstaetten-wwrl.de. kdh



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