Schneller ins Internet

Vier Oberlahn-Kommunen sind dabei

Im Bemühen, weiteren Orten zu einem schnelleren Zugang ins weltweite Netz zu verhelfen, schließen vier Oberlahn-Kommunen mit einem Fachbetrieb einen Vertrag ab, über den einige der bislang noch nicht per Breitbandkabel versorgten Orte die digitale Versorgung (DSL) zunächst per Funk erhalten sollen. Vetragspartner ist die Grünberger Firma OR Network.

Weilburg. Bei der Vertragsunterzeichnung im Weilburger Rathaus sitzend von links: Bruno Götz, Christian Janevski, die Bürgermeister Friedhelm Bender, Hans-Peter Schick und Hermann Hepp sowie Erster Beigeordneter Arnold-Richard Lenz. Stehend: Tim Schepler und Oliver Reitz. Foto: HorzVertreter dieses Unternehmens unterzeichneten den Vertrag zusammen mit drei Bürgermeistern und je einem Stadtrat beziehungsweise Beigeordneten von Weilburg, Villmar und Runkel. Weinbach will in Kürze nachziehen. Bereits im Januar werden die notwendigen technischen Vorbereitungen getroffen; ab Herbst 2012 sollen Unternehmen und Privatleute in den Genuss des DSL kommen. Es sind dies Villmar mit den Ortsteilen Langhecke, Falkenbach und Weyer, für die Bürgermeister Hermann Hepp (CDU) und der Erste Beigeordnete Arnold-Richard Lenz (SPD) unterzeichneten. Für die Runkeler Stadtteile (außer der Kernstadt und Schadeck) gaben Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) und Stadtrat Christian Janevski ihre Unterschrift, für die Weilburger Stadtteile Bermbach, Drommershausen und Hirschhausen unterschrieben Bürgermeister Hans-Peter Schick und der Erste Stadtrat Bruno Götz (SPD), der die gemeinsame Aktion vorbereitet hatte. Weinbach als vierter Partner mit Blessenbach, Elkerhausen, Fürfurt und Gräveneck unterzeichnet den Vertrag in Kürze.

OR Network mit Firmengründer Oliver Reitz und Geschäftsführer Tim Schepler hatte sich in einem zuvor erfolgten Ausschreibungsverfahren gegen die Deutsche Telekom durchsetzen können. Weitere Mitbewerber waren zuvor ausgeschieden. Das Unternehmen besteht seit 20 Jahren und versorgt bereits zehn Jahre lang mit 35 Mitarbeitern 250 Orte und zwei Kreise mit Breitband-Internet.

Laut Reitz erfolgt eine Aktion mit mehreren Gemeinden für OR Network zum ersten Mal in dieser Form. Ursprünglich hatten sich neun Kommunen zusammengetan, um eine Bedarfserhebung und Markterkundung zu machen. Es muss zunächst bei der Funklösung bleiben, weil Kabelbau oder beides parallel ("Hybrid") nicht förderungsfähig ist. Der Vertrag sieht aber eine spätere Ergänzung per Glasfaserkabel vor. Der Richtfunk dient zunächst der baldigen Versorgung. Die Kosten der Einrichtungen teilen sich die vier Kommunen. Die künftigen Teilnehmer sollen im Lauf der nächsten vier Monate ausführlich informiert werden.

Neue Arbeitsplätze

Die Kommunalpolitiker erfüllten mit ihrer Aktion die Wünsche und Forderungen etlicher Unternehmen und vieler Bürger, die ohne DSL-Anschluss in der weltweiten Kommunikation benachteiligt sind. Zum einen wertet nach Meinung der beteiligten Kommunalpolitiker eine schnelle Internetverbindung die Standorte auch für künftige Unternehmensansiedlungen auf, zum anderen entstehen dadurch auch neue Arbeitsplätze und neue Arbeitsmöglichkeiten von zu Hause aus, wenn eine schnelle Verbindung zwischen den Computern der Unternehmen der Mitarbeiter eingerichtet werden kann.mhz

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