Über 2000 Stunden Arbeit

Die Feuerwehrleute leisten Beachtliches für die Allgemeinheit – und alles ehrenamtlich

Das Unwetter am 5. Juni ist den Niederbrechener Feuerwehrleuten noch heute ein Begriff. Gleich zwölf Mal mussten sie ausrücken, um Hilfe zu leisten – das war nur eines von vielen Themen bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung. Über 50 aktive Feuerwehrleute, Mitglieder des Blasorchesters, Ehrenmitglieder oder fördernde Mitglieder zeigten ihr Interesse.

Brechen-Niederbrechen. Ein Wespennest muss fachgerecht entsorgt werden – mit dieser Aufgabe war die Niederbrechener Feuerwehr im vergangenen Jahr häufig beschäftigt. 2000 Stunden Arbeit im Dienste der Allgemeinheit – darauf blickten die Niederbrechener Feuerwehrleute in ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Der Vorsitzende des Fördervereins, Klaus Höhler, erinnerte dabei auch an Aktivitäten wie das Einsammeln der Weihnachtsbäume, das Jahreskonzert des Blasorchesters, den Familientag oder den Kameradschaftsabend.

25 Wespen-Einsätze

Wehrführer Dietmar Giesen gab bekannt, dass von der Einsatzabteilung der Feuerwehr im vergangenen Jahr 74 Einsätze und sonstige Tätigkeiten bewältigt wurden. Alleine aufgrund von Wespen musste die Feuerwehr 25-mal tätig werden und beim Unwetter am 5. Juni 2011 wurden gleich zwölf Einsätze gefahren. Dietmar Giesen erläuterte weiter, dass im Durchschnitt zehn Einsatzkräfte für die Tagesalarme an normalen Wochentagen zur Verfügung stehen.

Insgesamt haben die Mitglieder der Einsatzabteilung im Jahr 2011 für die Einsätze und Dienste in der Feuerwehr 2053 Stunden aufgewendet. Nicht eingerechnet sind dabei die Stunden für den Besuch von Lehrgängen sowie die Tätigkeiten der Gerätewarte und der Wehrführung. Ab August 2011 neu hinzugekommen ist die Zuständigkeit für einen Abschnitt der A 3. Die ersten Einsätze wurden mittlerweile erfolgreich absolviert.

Die Gesamtmitgliederzahl des Fördervereins blieb mit 560 konstant gegenüber dem Vorjahr. In der Jugendfeuerwehr Werschau, mit der eine Kooperation besteht, sind zurzeit acht Jugendliche aus Niederbrechen aktiv. Mit Jonas Eufinger, der in diesem Jahr zur aktiven Einsatzabteilung gestoßen ist, beginnt diese Zusammenarbeit Früchte zu tragen.

Aufgrund ihrer langjährigen Mitgliedschaft ehrte der Erste Vorsitzende zahlreiche Mitglieder. Dies waren für 25-jährige Mitgliedschaft: Matthias Ehrlich, Jörg Frank, Frank Kremer sowie Alexander Schmidt. Für 40-jährige Mitgliedschaft wurden Manfred Arnold, Georg Stein, Roni Stillger und Willi Höhler ausgezeichnet. Die Mitglieder Heinz Ewald, Willi Roth, Albert Neukirch und Karl-Heinz Formanski wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr geehrt.

Weiterhin gab es noch eine besondere Auszeichnung für den langjährigen Gerätewart Robert Jung. Dieser wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

Schließlich wurde Ehrenwehrführer Willi Kremer verabschiedet. Er vollendet im Juli sein 65. Lebensjahr und muss dann aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausscheiden. Neben den Ehrungen und Berichten fanden auch diverse Wahlen statt. Die satzungsgemäß neu zu wählenden Vorstandsmitglieder Florian Roth (Kassierer) und Frank Kremer (Beisitzer) wurden einstimmig in ihrem Amt bestätigt. Zum weiteren Beisitzer ohne Stimmrecht wurde Martin Arnold neu gewählt. Ralf Stahl wurde als stellvertretender Wehrführer bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden die Vereinsdiener Willi Kremer und Christoph Rosbach.

Besuch aus Enghien

In diesem Jahr steht der Besuch der befreundeten Feuerwehrkameraden aus dem belgischen Enghien als ein Höhepunkt an.

In ihren Grußworten gegen Ende der Versammlung bedankten sich Bürgermeister Werner Schlenz (parteilos) sowie der Gemeindebrandinspektor Markus Schütz bei den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr für ihr ehrenamtliches Engagement.nnp

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