Vorbildfunktion der Lehrer

Zwei Westerwälder zu Gast beim Bundespräsidenten und beim Weltlehrertag 2011

Am Weltlehrertag 2011 in Berlin nahmen auch zwei Westerwälder, Dr. Markus Müller und Lukas Müller, teil.

Montabaur/Berlin. Bundespräsident Christian Wulff mit Lukas Müller und Dr. Markus Müller. Auf Einladung von Bundespräsident Christian Wulff nahmen 40 Lehrer aus dem gesamten Bundesgebiet mit Schülern am Weltlehrertag 2011 im Schloss Bellevue teil. Aus dem Bundesland Rheinland-Pfalz waren der Landesvorsitzende des Deutschlehrerverbandes, Dr. Markus Müller (Nister), und der 17-jährige Lukas Müller (Heilberscheid), beide aus dem Westerwald, aufgrund herausragender Leistungen im Schulalltag ausgewählt worden.

Hintergrund des Empfangs und der Podiumsdiskussion in Berlin waren vorangegangene Beratungen der Staatsoberhäupter der deutschsprachigen Länder zur Frage, wie man den Stellenwert der Lehrer in der Öffentlichkeit sinnvoll verbessern kann. Der Lehrertag im Schloss Bellevue diente als erster Versuch dazu.

Der Bundespräsident nahm sich fast fünf Stunden Zeit, um mit den bundesweit geladenen 40 Lehrern über ihre Erfolgsrezepte zu diskutieren, aber auch Meinungen über notwendige Veränderungen einzuholen. Moderator Johannes B. Kerner hat dabei intensiv nachgefragt, was Pädagogen in ihren jeweiligen Wirkungsbereichen ge- und missfällt.

In seiner Begrüßungsrede würdigte Wulff die unverzichtbare Arbeit der Pädagogen und sagte: "Lehrer sind heute großen Erwartungen ausgesetzt. Sie sollen familiäre und gesellschaftliche Versäumnisse ausbügeln, und zugleich den Kindern immer mehr Wissen in manchmal kürzerer Zeit vermitteln. Wir dürfen sie mit diesen Aufgaben nicht allein lassen.

Nicht zuletzt manche Eltern sollten sich fragen, ob sie den Lehrern ihrer Kinder ausreichend pädagogisches Vertrauen entgegenbringen. Nicht jede Maßnahme von Lehrern oder Schulen ruft nach Kritik oder gar anwaltlicher Hilfe."

Die Podiumsdiskussion mit Schülern, Lehrern und Bundespräsident Wulff ging der Frage nach: "Was macht gute Lehrer aus?" Der Respekt gegenüber ihren Schülern, die Begeisterung für ihren Beruf und ein Engagement, welches auch über den Gongschlag hinausgeht, waren nur einige der angesprochenen Themen. Zudem lieferte die Diskussion zahlreiche Denkanstöße ohne Tabus und die Lehrer äußerten Verbesserungsvorschläge für die Zukunft. Der Wunsch nach kleineren Klassen und mehr Anerkennung für ihre Arbeit – auch vor Ort – kristallisierte sich schnell heraus und auch der Bundespräsident betonte: "Die Besten müssen Lehrer werden, denn wir vertrauen ihnen das Wertvollste an, was wir haben, unsere Kinder."

Nach der Veranstaltung in Berlin, die auch mit zwei Lesungen von Stephan Serin und Giovanni di Lorenzo sowie Axel Hacke abgerundet wurde, sagte der Landesvorsitzende Dr. Markus Müller: "Die Veranstaltung besaß einen hohen Motivationscharakter und hat mir die wichtige Bestätigung gegeben, dass meine schulische und außerschulische Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern richtig und sinnvoll ausgestaltet ist. Die Gespräche lieferten viele fruchtbare Ideen, für deren Umsetzung wir aber in allen Schulen die Bereitschaft des aufrichtigen Sich-Interessierens für innovative Ideen und für zukunftsträchtige Erfolgserlebnisse von Kolleginnen und Kollegen vorfinden müssen."

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