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Aus für Wettstreit der Bauchtänzer
Stattdessen gibt’s Männerballett mit Show-Party
Nach vielen tollen Abenden am Rosenmontag im Steinbacher Bürgerhaus wird es nach 16 Jahren keinen Männerballett-Wettbewerb mehr geben.
Von Michael Neumann
Steinbach. ![]()
Tanz im Kimono: das Männerballett des Homburger Carneval Verein (HTC) war akrobatisch unterwegs. Foto: Dieter NebhuthDas Steinbacher Männerballett-Turnier, ein absoluter Geheimtipp mit Kult-Status im Reigen der Karnevalsveranstaltungen im Vordertaunus, gibt es nicht mehr. Jedenfalls nicht mehr in der Form, in der es in den vergangenen 16 Jahren jeweils am Rosenmontag den großen Saal des Bürgerhauses füllte. Abgelöst werden soll es durch eine "Männerballett-Show-Party", die am Montagabend bereits einen ersten Probelauf hatte.
Der Steinbacher Männerballett-Wettbewerb war stets ein Muss für jeden gestandenen Taunus-Narren, doch in den vergangenen beiden Jahren hatte er an Reiz verloren, weil nur noch vier Gruppen auftraten. Das war auch der Grund für die "Bachstelzen" vom Weißkirchener Club Geselligkeit Humor (Clu-Ge-Hu), die Teilnahme abzusagen. "Die Männer haben abgestimmt und sich gegen einen Auftritt in Steinbach in diesem Jahr ausgesprochen", sagt Trainerin Birgit Zumbroich.
"Mit nur vier Gruppen am langen Abend war ihnen das Turnier einfach zu schwach besetzt." Stattdessen brachten die "Bachstelzen" Beine und Bäuchen beim "Konfetti"-Wettbewerb in Pfaffenwiesbach zum Schwingen.
Dort tanzten auch die "Bulltown-Girls" vom Stierstädter Carneval Verein, die dem Steinbacher Männerballett-Turnier ebenfalls eine Absage erteilt hatten. "Auch unseren Männern waren es zuletzt zu wenig Gruppen und damit zu wenig Spaß, zumal sie auch, um die Zeit zu füllen, drei Mal auftreten mussten", sagt Tatjana Simm, Trainerin der "Bulltown-Girls". Über einen Mangel an Einladungen mussten sich die Stierstädter Tänzer ohnehin nicht beklagen. Sie hatten noch Auftritte in Kronberg, Schneidhain, bei der Hexensitzung in Oberursel, bei den Stedter Raalen und natürlich bei der Sitzung des CVSt.
Natürlich bedauern die Organisatoren Elke und Gerd Wegner die Entwicklung des einst so beliebten Wettbewerbs der tanzenden Männer, der zeitweise die Zuschauer auf den Tischen tanzen ließ. "Mit zwölf Gruppen haben wir vor 16 Jahren angefangen und hatten gleich einen Riesenerfolg", sagt Elke Wegner, Schatzmeisterin beim veranstaltenden Steinbacher Carneval Club. Jede Gruppe hatte ihre Fans mitgebracht, und sie sorgten für eine Riesenstimmung.
"Mit den Jahren wurden es leider immer weniger Gruppen und immer wieder gab’s auch Absagen, dann waren es mal acht, mal sieben Gruppen und zum Schluss nur noch vier", so Vorsitzender Gerd Wegner. Der Männerballett-Wettbewerb in seiner bisherigen Form habe sich wohl überlebt. Weshalb wohl auch Stammgäste wie die Gruppen vom Frohsinn, vom CVSt und dem Clu-Ge-Hu zuletzt abgesagt hätten.
Grund genug für den SCC-Vorstand, umzudenken und die Veranstaltung neu zu planen. Aufs Männerballett soll dabei nicht verzichtet werden, doch eine Bewertung der Leistung durch eine Jury werde es nicht mehr geben, so Elke Wegner. Da gab es auch schon mal Ärger, weil sich Gruppen falsch beurteilt fühlten. Jetzt soll’s eine Männerballett-Show-Party werden, zu der auch Garden eingeladen werden sollen und viel Musik die Gäste aufs Tanzparkett locken soll. Und die Wegners hoffen, dann auch wieder mehr Männerballetts auf die Bühne bringen zu können.
Ein Anfang wurde am Montag gemacht. Mit dem Männerballett der Frankfurter "Pirette", dem des HCV aus Bad Homburg und den "Usa-Elfen" aus dem Hintertaunus waren drei Gruppen verpflichtet worden, für Musik sorgten die Klostertaler des SCC, die Fidelity-Tänzerinnen lieferten eine Burleske-Show, und es tanzte das Duo-Spotlight. "Mit der Premiere waren wir eigentlich ganz zufrieden", sagt Elke Wegner zum "noch nicht ganz ausgereiften Konzept".



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