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Prinzessin mit Schlafentzug
Gestern war der letzte "Arbeitstag" von Tanja I. Zeit also für die Fastnachtsprinzessin, eine Bilanz ihrer närrischen Regentschaft zu ziehen. TZ-Mitarbeiter Klaus Späne sprach gestern mit ihr.
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Prinzessin Tanja I. Foto: ksEure Hoheit, heute geht die närrische Saison zu Ende: Was überwiegt bei Ihnen: Erleichterung oder Wehmut?
PRINZESSIN TANJA I.: Eine Mischung aus beidem. Ich habe meinen letzten Tag im Amt beim Umzug in Kirdorf und beim Kinderfasching genossen. Heute Abend bin ich zu Besuch bei den Homburger Karnevalsvereinen. Und um 24 Uhr werde ich Krönchen, Zepter und Orden abgenommen bekommen. Das wird symbolisch in einem Sarg deponiert.
Steht man nach all den Terminen nicht kurz vor dem närrischen Burnout?
TANJA I.: Das nicht, ich habe mich wacker gehalten. Jetzt werde ich allerdings eine kurze Auszeit nehmen und in zwei Wochen wieder am Vereinsleben teilnehmen. Beruflich steige ich aber am Montag wieder ein, nachdem ich 14 Tage Urlaub hatte. Der ist am Freitag zu Ende.
Haben Sie mal gezählt, auf wie vielen Sitzungen Sie waren und wie viele Orden Sie erhalten haben?
TANJA I.: Wir haben insgesamt 130 Termine gemacht. Seit dem 10. Februar war ich jeden Tag unterwegs. Zum Schlafen bin ich da nicht mehr so viel gekommen – etwa fünf Stunden pro Nacht. Die Orden habe ich nicht gezählt, aber das waren schon zwei Kilo, die ich permanent um den Hals getragen habe.
Was passiert eigentlich mit Ihrem Prinzessinnenkleid, müssen Sie das jetzt zurückgeben?
TANJA I.: Nein, das Kleid habe ich gekauft, das gehört mir. Ich werde es als Erinnerung aufbewahren.
Apropos Erinnerung, was nimmt man persönlich aus der Zeit als Homburger Fastnachtsprinzessin mit?
TANJA I.: Das war für mich das schönste Fasching, das ich je hatte. Ich konnte mir damit einen Traum erfüllen und habe die Zeit genossen. Und ich denke, dass ich mit den anderen Vereinen auch danach in Verbindung bleiben werde.
Haben Sie keine Angst, jetzt in ein Loch zu fallen? Was machen Sie denn jetzt so als "Zivilistin"?
TANJA I.: Nein, ich freue mich darauf, wieder mehr Zeit für meine Familie und meine Freunde zu haben. Außerdem verliert mich die Fastnacht nicht, schließlich tanze ich bei den "Golden Girls" und trainiere die kleinen "Hoppelpoppel".



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