Mainz hofft auf den Befreiungsschlag
Nach fünf Spielen ohne Sieg steckt der FSV Mainz 05 wieder tief im Abstiegssumpf der Fußball-Bundesliga. Ein Heimsieg gegen den Tabellen-17. Freiburg kann für ein wenig Befreiung sorgen.
Von Detlef Rehling
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Soll dem Sturm mehr Durchschlagskraft geben: Adam Szalai. Foto: dpa
Mainz. Das jeweils dritte Jahr in der Fußball-Bundesliga bekommt dem FSV Mainz 05 nicht gut. Unter Dortmunds Meistercoach Jürgen Klopp ging es nach zwei sorgenfreien Jahren zurück ins zweite Glied. Ähnliches könnte nun Thomas Tuchel drohen. Mit gerade 18 Punkten nach 18 Spielen steht der FSV auf dem 15. Platz.
Da kommt der Begegnung am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den Tabellen-17. SC Freiburg (16 Zähler) besondere Bedeutung zu. «Wir scheuen uns nicht, das Wort Abstiegskampf in den Mund zu nehmen. Wir können die Tabelle lesen», sagte Manager Christian Heidel am Freitag. «Die Mannschaft ist noch in der Entwicklung, aber auch Ergebnisse gehören zum Spiel», ergänzte Trainer Thomas Tuchel.
Tuchel hofft auf Szalais Tore
Vor allem Tore des lange verletzten Adam Szalai werden herbei gesehnt. Beim 2:3 in Leverkusen sorgte der zur Pause eingewechselte Ungar für Schwung. «Er bringt Qualität in unser Spiel. Aber wir dürfen ihn nicht zum alleinigen Hoffnungsträger machen», meinte Tuchel. Der 38-Jährige hat sich noch nicht entschieden, ob er den Angreifer im Schlüsselspiel gegen Freiburg von Beginn an bringen wird. «Vielleicht wollen wir ihn auch in der Endphase auf dem Platz haben», erklärte Tuchel.
Der 05-Coach will Szalai nicht zu viel zumuten. «Wenn er fit ist, kommt er schnell in Form. Die Frage aber bleibt, ob er sie halten kann. Nach Leverkusen war er platt», erklärte Tuchel seine «gedämpfte Euphorie». Deshalb suchen die Mainzer intensiv nach einem weiteren Stürmer.
Kehrt Zidan zurück?
Im Fokus steht Mohamed Zidan, der bei Meister Dortmund nur noch Ergänzungsspieler ist. Schon zweimal war der 30-jährige Ägypter bei den 05ern. Ob er ein drittes Mal am Rhein unterschreibt hängt davon ab, ob Dortmund den unzufriedenen Lucas Barrios noch abgibt. «Zu Spekulationen sagen wir wie üblich nichts. Alle müssen sich bis zum Transferschluss am 31. Januar gedulden», sagte Heidel.
Tuchel sähe einen neuen Stürmer als wertvolle Ergänzung zu Szalai. Allerdings gab er zu bedenken, dass es Schwierigkeiten geben könnte, wenn der Neue nicht gleich einschlage oder sich verletzt. «Wir bleiben auch ohne Neuzugang wettbewerbsfähig», sagte Tuchel. In Andreas Ivanschitz erwartet er in der nächsten Woche einen weiteren Schlüsselspieler nach Verletzung im Mannschaftstraining zurück.
Der wieder fitte Jan Kirchhoff soll gegen die unbequemen Breisgauer der Defensive mehr Halt geben. Die Handschrift des neuen SC-Trainers Christian Streich sei deutlich zu erkennen, unterstrich Tuchel. Auch ohne die abgewanderten Papiss Demba Cissé, Heiko Butscher und Felix Bastians funktioniere das Kollektiv.
Er sieht sein Team dennoch in der Siegpflicht. «Wir wollen ein typisches 05-Heimspiel. Das 2:3 in Leverkusen sollte die letzten Prozente bei uns geweckt haben, damit wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken können. Wir müssen uns auf unsere ureigenen Tugenden besinnen. Dann bringen wir die Zuschauer auf unsere Seite und sind in der Lage, das Spiel zu gewinnen», sagte Tuchel.
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