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Glyphosat– Gefährliches Gift

Die Diskussion über die Schädlichkeit des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat – bekannt als Roundup – erinnert an die ewig langen Auseinandersetzungen bezüglich des Rauchens. Heute – nach Jahrzehnten – ist dessen Gefährlichkeit endlich unbestritten. Glück hatten diejenigen, die das Rauchen schon Jahrzehnte früher eingestellt haben.

Als die Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 2015 Glyphosat als höchstwahrscheinlich krebserregend für den Menschen einstufte, begann die Herstellerfirma den Kritikern das Leben schwer zu machen. Die Gutachten und Studien, die diese Einschätzung bestätigten, wurden angezweifelt, und die Lobby hat in der Politik offensichtlich „gute“ Arbeit geleistet: Die Europäische Lebensmittelbehörde scheint Entwarnung für Glyphosat zu geben.

Als Ärztin kann ich nur warnen. Die Gefahren, die mit Glyphosat in Verbindung gebracht werden, reichen von Lymphdrüsen- und Brustkrebs über Autismus bis hin zur Gen-Toxizität. Im Sinne der EU-Basisverordnung müsste es eigentlich gemäß dem Vorsorgeprinzip aus dem Verkehr gezogen werden, so lange die gesundheitlichen Folgen für den Menschen umstritten sind.

Vor allem da Pestizide wie Roundup weitere gefährliche Chemikalien enthalten, die in ihren Wechselwirkungen nicht untersucht sind. Womöglich können sie durch diese Synergien noch gefährlicher sein als das Einzelgift Glyphosat. Alarmierend ist, dass es bereits 75 Prozent aller Insekten aufgrund solcher Pestizide nicht mehr gibt. Auch wir Menschen werden früher oder später die Auswirkungen auf unsere Gesundheit hinnehmen müssen. Denn alles, was dem Menschen genetisch fremd ist, bringt ihn in einen Stresszustand, der zu Schmerzen beiträgt und aufgrund dadurch ausgelöster Entzündungen zu Krankheiten führen kann.

Überlebten Pflanzen vor 100 Jahren nicht auch ohne solche möglicherweise hochgefährlichen Mittel? Natürlich, denn sie stellten ihren eigenen Schutz her und zwar in Form von sekundären Pflanzenstoffen. Heute ist bekannt, dass gerade diese wertvollen Stoffe in den Pflanzen auch uns Menschen vor Krankheiten schützen. Werden Pflanzen aber von außen mit chemischen Giften „geschützt“, wie das beim konventionellen Anbau geschieht, stellen sie weniger oder überhaupt keine eigenen Schutzstoffe mehr her. Das hat für uns Menschen katastrophale Folgen. Denn an diese für uns lebensnotwendigen sekundären Pflanzenstoffe sind wir genetisch angepasst. Wir benötigen sie, um gesund zu bleiben!

Meiden Sie deswegen konventionell angebaute Pflanzenkost. Verwenden Sie keine Pestizide und unterstützen Sie nicht deren Verwendung, wenn Sie möchten, dass Ihre Enkel und Urenkel noch ein gesundes Leben auf dieser Erde führen können.

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auch im Internet: www.fnp.de – Weitere Infos: www.drpetrabracht.de. Als Video: www.youtube.com
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Praxis-Telefon: (0 61 72) 17 10 50

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