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007 lässt grüßen: Aston Martin DB11

James Bond durfte ihn in seinem letzten Film schon fahren, jetzt sind endlich die Selbstzahler dran: Nach dem Vorbild des DB10 aus „Spectre” bringt Aston Martin im Oktober die Serienversion DB11 in den Handel.
Klassisch: Aston Martin bringt die Serienversion DB11 auf den Markt. Foto: Dominic Fraser Klassisch: Aston Martin bringt die Serienversion DB11 auf den Markt. Foto: Dominic Fraser
Berlin. 

Den Besuch bei „Q” kann man sich sparen und statt in die Londoner Unterwelt geht man einfach zum Aston Martin-Händler seines Vertrauens. Doch wer dort ab Oktober vorbei schaut, wird sich trotzdem ein bisschen wie James Bond fühlen.

Denn ein Jahr nach dem Debüt des DB10 im letzten Kinohit „Spectre” ist aus dem Filmfahrzeug der DB11 geworden, mit dem sich die Briten jetzt auf der Überholspur zurück melden. Mindestens 204 900 Euro teurer und wie der Vorgänger DB9 wieder mit einem Zwölfzylinder angetrieben, tritt der DB11 als klassischer Gran Turismo gegen Konkurrenten wie den Bentley Continental GT oder den Ferrari GTC4 Lusso an.

Kultur trifft Kraft

Für diesen elitären Wettstreit fahren die Briten eine ganz eigene Mischung aus Kultur und Kraft auf: Der DB11 ist deshalb ein Sportler im Smoking, der kein effekthascherisches Design braucht und keinen brüllenden Motor. Sondern für ein Auto dieses Kalibers ist der 2+2-Sitzer stilvoll, fast schon zurückhaltend gezeichnet und inszeniert selbst seine Power ausgesprochen dezent.

Klar brüllt er bei Vollgas, dass die Wände wackeln und der Asphalt bebt. Aber wer beim Anlassen etwas länger auf den Start-Knopf drückt, aktiviert einen Flüstermodus und verschont seine Nachbarn vor dem üblichen Aufschrei, mit dem Sportwagen sonst gerne ihre Einsatzbereitschaft verkünden. Auch Flügel und Spoiler sucht man vergebens.

Mit Mercedes-Hilfe in die Moderne

Zum dezenten Auftritt passt auch das Interieur, das einen vergleichsweise modernen Eindruck macht. Denn die Briten haben im Tausch gegen fünf Prozent ihrer Aktien die komplette Elektronik von Mercedes übernommen und deshalb das Infotainmentsystem von C-Klasse & Co eingebaut. Feiner integriert und mit eigenen Grafiken programmiert, gibt es endlich ein zeitgemäßes Navigationssystem mit Online-Zugang, Trackpad und großem Rändelrad.

Dazu das digitale Cockpit, Assistenzsysteme bis zum Einparkautomaten und der 360 Grad-Kamera sowie ein Sound-System von Bang & Olufsen - schon sitzt man in einem Luxusliner, der einer Mercedes S-Klasse oder einem Siebener BMW kaum nachsteht. Die Platzverhältnisse in der ersten Reihe sind spürbar großzügig. Nur die beiden Nischen im Fond verdienen es auch weiterhin nicht, Sitz genannt zu werden.

Sportler mit Stil

Aber Stil hin und Schönheit her - auch der DB11 ist und bleibt natürlich ein Sportwagen und lässt sich entsprechend sportlich bewegen. Schließlich steckt unter der Haube ein neuer V12-Motor, dessen 0,8 Liter Hubraum-Verlust die Engländer mit zwei Turbos kompensieren. So steigen die Leistung des 5,2 Liters auf 447 kW/608 PS und das Drehmoment auf 700 Nm.

Weil es gleichzeitig eine Zylinderabschaltung und eine Start-Stopp-Automatik gibt, geht der Verbrauch des bislang stärksten Serienmotors bei Aston Martin um bis zu 20 Prozent auf 11,4 Liter (CO2-Ausstoß 265 g/km) zurück.

Entspannt auf der Autobahn, engagiert auf der Landstraße

Damit katapultiert das Kraftwerk die Aluflunder in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h und ermöglicht eine Spitzengeschwindigkeit von 322 km/h. Wie es sich gehört für einen Gran Turismo, fährt der DB11 solche Geschwindigkeiten auf der Autobahn mit einer derartigen Gemütsruhe, dass man schon sehr genau auf den Tacho schauen muss, wenn man seinen Führerschein behalten will.

Spätestens wenn man Fahrwerk und Antrieb mit zwei Tippschaltern am Lenkrad die schärfste Gangart befiehlt, wird der Gleiter zum Fighter und fräst nach Herzenslust über den Asphalt. Da hilft es, dass die Karosserie leichter und steifer ist als früher, dass der Motor mit dem längeren Radstand ein wenig nach hinten gewandert und das Gewicht nun der Transaxle-Bauweise sei dank besser verteilt ist.

Fazit: Bondgefühl für jedermann

Er sieht ein bisschen aus wie im Kino und er fährt so gut, wie auf der Leinwand. Und anders mit dem DB10 aus „Spectre” gibt es das Bond-Gefühl im DB11 für Jedermann. Allerdings: Wer nicht zu den Großverdienern zählt, für den bleibt dieser Traumwagen auf ewig ein Traum.

Datenblatt: Aston Martin DB11

Motor und Antrieb

V12-Turbo-Benzindirekteinspritzer
Hubraum: 5204 ccm
Max. Leistung: 447 kW/608 PS bei 6500 U/min
Max. Drehmoment: 700 Nm bei 1500 - 5000 U/min
Antrieb: Heckradantrieb
Getriebe: 8-Gang-Automatik

Maße und Gewichte

Länge: 4,73 m
Breite: 1,94 m
Höhe: 1,28 m
Radstand: 2,80 m
Leergewicht: 1770 kg
Zuladung: k.A.
Kofferraumvolumen: k.A.

Fahrdaten

Höchstgeschwindigkeit: 322 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 3,9 s
Durchschnittsverbrauch: 11,4 Liter/100 km
Reichweite: 680 km
CO2-Emission: 265 g/km
Kraftstoff: Super
Schadstoffklasse: EU6
Energieeffizienzklasse: E

Kosten

Basispreis des DB11: 204 900 Euro
Typklassen: k.A.
Kfz-Steuer: 446 Euro/Jahr

Wichtige Serienausstattung

Sicherheit: Front-, Seiten- und Knieairbags, Abstandsregelung
Komfort: Zentralverriegelung, Klimaautomatik, Navigation, 360-Grad-Kamera und Einparkautomatik
Spritspartechnik: Zylinder-Abschaltung, Start-Stopp-Automatik

Alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke

(dpa)
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