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2014 immerhin im Plus

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Das Jahr 2014 verlief für die Automobilbranche in Deutschland positiver als erwartet. Auch wenn die Verkaufszahlen zum Teil mit drastischen Preisnachlässen erkauft und der Anteil der privaten Kundschaft auf 36 Prozent schrumpfte: Mit knapp 3,04 Millionen neu zugelassenen Pkw gab es gegenüber dem Vorjahr immerhin ein Plus von 2,9 Prozent.

Dabei blieb das Marken-Ranking weitgehend stabil. An der Spitze thront wie gewohnt VW mit 656 494 Zulassungen vor Mercedes (272 566), Audi (259 459), BMW (238 253), Opel (219 084) und Ford (209 131). Es folgt mit Skoda die erneut stärkste Importmarke (173 583), während Renault (105 322) mit Hyundai (99 820) den Platz getauscht hat. Zehnter ist wie schon im Vorjahr Seat, wobei die spanische VW-Tochter um 11,7 Prozent auf 93 129 Einheiten zulegen konnte.

Erfolgsgaranten
Golf und Octavia

Da bis auf die Volkswagen (plus 2,2 Prozent) auch alle anderen Mitglieder des VW-Konzerns ein überdurchschnittliches Plus verbuchten (Audi 3,0, Skoda 8,5, Porsche 17,1), stellte das VW-Konglomerat im abgelaufenen Jahr schon 39,7 Prozent aller Neuzulassungen.

Noch deutlicher wird die Dominanz des Konzerns beim Blick auf die einzelnen Segmente. Dass der Golf wieder Champion aller Klassen und der Skoda Octavia erneut Importkönig werden würde, war ohnehin klare Sache. Dass VW aber gleich in sechs von neun Fahrzeugklassen die Nummer eins stellt und Audi einen weiteren Bestseller beisteuert, unterstreicht die immense Breite dieser Dominanz. Mercedes konnte nur in den Ein-Prozent-Sparten der Sportwagen (E-Klasse Coupé) und der Oberklasse (Mercedes S) punkten.

Die VW-Erfolgsgeschichte beginnt bei den Minis, wo der Up mit 40 902 Einheiten klar vor dem Fiat 500 (29 920) und dem Opel Adam (22 796) rangiert. Bei den Kleinwagen hat der Polo (68 103) die Nase vorn vor dem Opel Corsa (55 151) und dem Ford Fiesta (45 228). Bei den Kompakten wiederum fällt auf, dass auf Golf (255 044) und Audi A3 (65 199) mit dem Skoda Octavia (52 620) ein ausländisches Modell folgt – immerhin vor der heimischen Konkurrenz eines 1er BMW, Ford Focus und Opel Astra. Letzterer bleibt damit weit entfernt von seiner ehemaligen Rolle als schärfster Golf-Rivale.

In der Mittelklasse wehte auch 2014 wieder der Passat am stärksten (72 153), gefolgt von der neuen C-Klasse aus dem Stuttgarter Sternenimperium (60 350) und dem 3er BMW (55 681). Das mittlerweile auf 17,4 Prozent angewachsene Segment der SUV und Geländewagen hat der Tiguan fest im Griff (61 947), mit deutlichem Abstand vor dem Opel Mokka (27 693). Last not least hat auch bei den Vans, deren Absatz weiter rückläufig blieb, mit dem Touran (47 801) ein VW die Pole Position verteidigt, gefolgt von der Mercedes B-Klasse (36 639) und dem Opel Zafira (17 550). Abgerundet wird das Bild durch den Audi A6 als Bestseller (39 596) in der oberen Mittelklasse, knapp vor dem 5er BMW (38 733) und der E-Klasse (37 117).

Mager fiel hingegen die Ausbeute der Elektroautos aus. Mit 8522 Exemplaren kamen sie auf gerade mal 0,3 Prozent der Gesamtzulassungen, trotz des Senkrechtstarts von Tesla, das im ersten Jahr auf dem Markt gleich 815 Model S verkaufte. Mit 27 435 Einheiten steuerten Hybridmodelle zwar weitere 0,9 Prozent an alternativen Antrieben bei, von den angestrebten eine Million E-Fahrzeugen bis zum Jahr 2020 sind wir aber weit entfernt.

Matthias Huthmacher

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