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Das Auto aus dem 3D-Drucker

Stell’ doch schon mal den Drucker an. Ich brauche ein neues Auto.“ Ganz so einfach wird das auch gewiss in der Zukunft nicht gehen. Aber auf der Automesse in Detroit konnten die Besucher selbst miterleben, wie am Stand des US-Start-up-Unternehmens Local Motors ein Auto aus dem 3D-Drucker entstand.

Insgesamt 44 Stunden dauert die ganze Prozedur, und in jedes Wohnzimmer passt der dreidimensionale Printer natürlich auch nicht. Darauf zielt Local-Motors-Chef John Rogers aber auch gar nicht ab. Er glaubt vielmehr, dass das Ganze die automobilen Produktionsprozesse revolutionieren könne, wenn erst einmal die Realisierung im großen Stil gelänge. „Roadster, Geländewagen, selbst einen einzigartigen Bugatti Royale könnten wir über Nacht neu auflegen“, schwärmt Chefingenieur Nestor Llanos und ist überzeugt davon, dass die neue Methode den Automobilbau ähnlich stark verändern könnte wie weiland die Einführung des Fließbandes.

Das „Strati“ getaufte Roadster-Mobil des in Phoenix (Arizona) ansässigen Unternehmens entsteht im 3D-Drucker, indem eine Heißklebepistole aus Kunststoff-Spaghettis Rahmen, Außenverkleidung und möglichst viele der inneren Teile des Autos Schicht für Schicht nach einer installierten Software in Form spritzt. Nach dem „Ausdruck“ wird die Karosserie in weiteren 15 Stunden computergesteuert geschliffen, gefräst und poliert, anschließend die Antriebstechnik des Elektro-Mobils Renault Twizy eingebaut. Der 44-Stunden-Druck soll in Zukunft auf bis auf 12 Stunden verkürzt werden. Das fertige, knapp 800 Kilo schwere Fahrzeug soll ab rund 15 000 Euro zu haben sein. ml

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