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Der schwere Weg, Fuß zu fassen

Es sind Modelle wie Fleetwood oder Eldorado, deren Namen vielen Automobilisten vornehmlich älteren Jahrgangs noch heute auf der Zunge zergehen. Modelle, die der Marke Cadillac – benannt nach dem Gründer der heutigen Autostadt Detroit – zu unvergänglichem Ruhm verholfen haben.

Ruhm, der sich in den aktuellen Verkaufszahlen der heutigen GM-Tochter zumindest hierzulande allerdings nicht niederschlägt. Auch der Versuch, sich mit Cadillac BLS zu etablieren, ist letztlich gescheitert. Das Mittelklasse-Auto war auf Basis des Opel Vectra exklusiv für Europa entwickelt und bei Saab in Schweden produziert worden.

Was vom Glanz einstiger Straßenkreuzer-Legenden geblieben ist, ist alleine die Exklusivität für Käufer: Marginale 49 Neuzulassungen weist das Kraftfahrt-Bundesamt bis einschließlich August für das laufende Jahr aus. Jetzt soll mit dem erst im Sommer in den USA vorgestellten ATS Coupé ein zaghafter neuer Anlauf genommen werden.

„Das neue ATS Coupé ist eine unverwechselbare, typisch amerikanische Alternative“, setzt Cadillac-Marketing-Chef Uwe Ellinghaus bewusst auf eigene Werte. Er weiß freilich, der hierzulande übermächtigen Konkurrenz von BMW 4er oder Audi A5 kaum Marktanteile streitig machen zu können.

276-PS-Benziner und
viele Assistenzsysteme

„Wir sind der Überzeugung, dass es da draußen Menschen gibt, die ein Auto fahren wollen, das schon vom Erscheinungsbild her etwas anders ist“, meint Rene Kreis, für den europäischen Markt zuständiger PR-Manager. Eine Dieselversion wird es jedoch vorerst nicht geben. Unter der Haube des 4,66 Meter langen und 1,84 Meter breiten Zweitürers befindet sich ein Zweiliter-Turbobenziner mit 276 PS und 400 Nm Drehmoment. Der Verbrauch ist kaum unter zehn Liter zu bringen. Eine Start-Stopp- Automatik gibt es nicht. Immerhin kommt das 1602 Kilogramm schwere Leichtbau-Coupé auf ein bemerkenswertes Leistungsgewicht von 5,8 Kilogramm pro PS. Der Sprint von 0 auf 100 km/h lässt sich in 6,2 Sekunden erledigen.

Dass dabei gerade an sicherheitsrelevanten Fahrerassistenzsystemen nicht gespart wurde, versteht sich angesichts des eigenen Anspruchs des Premium-Anbieters fast von selbst: Zwei Kameras, acht Ultraschallsensoren und sechs Radar-Signale tragen dazu bei, Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls selbstständig Gegenmaßnahmen bis zum automatischen Bremsvorgang zu treffen.

Auch die Innenausstattung mit viel Leder, Aluminium, Echtholz und Kohlefaser lässt in der Topversion kaum Wünsche offen. Der Clou: Ein hinter einer elektrisch hochklappbaren Blende in der Mittelkonsole verstecktes „Geheimfach“ (1,8 Liter), in dem sich – ganz ohne lästiges Kabelgewirr – kompatible Smartphones auf einer gummierten Powermat-Auflage über ein elektromagnetisches Feld aufladen lassen.

Der nach oben offene Einstiegspreis des ATS Coupé, das wahlweise auch mit Allradantrieb angeboten wird: 39 600 Euro. Manko: Mit derzeit zehn Anlaufstellen erfreut sich auch das bundesweite Händlernetz über ein hohes Maß an Exklusivität. iws

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