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Diesel-Autos sind immer unbeliebter

Die Debatte um Dieselverbote und saubere Antriebe wirkt sich auf die Zulassungszahlen aus. Der Markt für Elektroautos kann von sinkenden Diesel-Absätzen bislang jedoch nicht profitieren.
Die Zahl neu zugelassener Diesel ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Symbolbild Die Zahl neu zugelassener Diesel ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen.
Flensburg. 

Dieselautos werden in Deutschland immer unbeliebter, auch Elektroautos verkaufen sich in Deutschland schwach. Das geht aus den jüngsten Zulassungs- und Förderzahlen hervor.

Nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts vom Montag ging die Zahl neu zugelassener Diesel im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 27,2 Prozent zurück. Ihr Anteil an den Neuzulassungen lag mit 31,3 Prozent bei weniger als einem Drittel, was einem Rückgang um etwa 9,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht.

Elektrofahrzeuge verkaufen sich weiterhin schwach: Für E-Autos gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) im gleichen Zeitraum nur 2873 Anträge auf die staatliche Prämie zur Verkaufsförderung ein, wie die Behörde mit Sitz im hessischen Eschborn mitteilte. Die Gesamtzahl der seit Juli 2016 eingereichten Anträge beläuft sich damit auf 63.285.

Bislang wurde somit erst etwa ein Fünftel der bereitgestellten Fördermittel abgerufen, die für mehr als 300.000 Elektrofahrzeuge reichen würden. Das Programm läuft noch bis Ende Juni 2019. Für reine Elektrowagen mit Batterie gibt es 4000 Euro, für Hybridautos sind es 3000 Euro. Finanziert werden die Prämien je zur Hälfte vom Bund und vom jeweiligen Hersteller.

Vom Trend der Diesel-Abkehr profitierte der Markt für Benziner. Im Vergleich zum Mai 2017 stieg der Absatz um 6,0 Prozent auf insgesamt 64,0 Prozent.

Insgesamt wurden im Mai mit 305.057 Personenwagen rund 5,8 Prozent weniger Autos zugelassen als noch im Vorjahr. Der deutliche Rückgang erklärt sich vor allem durch zwei Arbeitstage weniger als im Vergleichzeitraum des Vorjahres. Für die ersten fünf Monate des Jahres ergibt sich dennoch ein positiver Trend: Insgesamt 1,5 Millionen Zulassungen zwischen Januar und Mai bedeuten einen Anstieg um 2,6 Prozent.

Der Inlandsmarkt bewege sich „weiter auf hohem Niveau”, kommentierte der Verband der Automobilindustrie (VDA). Der Auftragseingang aus dem Inland habe im Mai um 4,0 Prozent unter dem des Vorjahresmonats gelegen, sei im bisherigen Jahresverlauf jedoch stabil. In den ersten fünf Monaten wurden laut Verband knapp 2,4 Millionen Pkw in Deutschland hergestellt - etwa 4,0 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2017.

(dpa)
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