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Hinterlegte Handynummer schützt nicht vor Abschleppen

Privatparkplätze, das sagt schon der Name, gelten exklusiv für den Besitzer. AUch wer nur kurz sein Auto dort abstellt, riskiert eine Abschleppung des Fahrzeugs. Ein Urteil schafft jetzt auch Klarheit in Sachen hinterlassene Handynummer.
Konsequenzen: Ein Schild weist darauf hin, dass falsch geparkte Pkws abgeschleppt werden. Foto: Daniel Karmann (Archiv) Konsequenzen: Ein Schild weist darauf hin, dass falsch geparkte Pkws abgeschleppt werden. Foto: Daniel Karmann (Archiv)
München. 

Wer sein Auto auf einem Privatparkplatz abstellt, muss damit rechnen, dass es abgeschleppt wird. Daran ändert auch kein vorsorglich hinter der Windschutzscheibe hinterlegter Zettel mit der Handynummer, berichtet der ADAC.

Auf einem Parkplatz für Bahnmitarbeiter stellte ein Autofahrer sein Fahrzeug ab. Hinter die Windschutzscheibe legte er einen Zettel mit seiner Handynummer und der Info: „Bei Parkplatzproblemen bitte anrufen”. Als er später zurückkehrte, war sein Auto bereits abgeschleppt worden. Um es zurückzubekommen, zahlte er sowohl die Kosten für das Abschleppen, die Dokumentationskosten des Vorgangs als auch einen Nachtzuschlag. Doch forderte er die Ausgaben später zurück. Seiner Ansicht nach sei das Abschleppen unverhältnismäßig gewesen, da er sich in der Nähe befand und so jederzeit hätte angerufen werden können, um das Auto wegzufahren.

Das Anmtsgericht München sah das in seinem Urteil (Az.: 122 C 31597/15) anders. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gelte im Privatbereich nicht. Es sei dem Parkplatzbetreiber außerdem nicht zuzumuten gewesen, nachts eine komplett unbekannte Person mit unbekannten Aufenthaltsort anzurufen. Der Kläger bekam keine Erstattung seiner Kosten.

(dpa)
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