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Hotel California

<span></span> Foto: Photographer: Karl Holzhauser

Gerade ist die sechste Generation des VW Transporters an den Start gegangen, da kündigt sich mit dem California auch schon die begehrte Wohnmobil-Variante des T6 an, die längst ebenso zum Kultobjekt geworden ist wie der Bulli selbst. Schließlich blickt die bewohnbare Ausführung des VW-Busses auf eine über 60-jährige Geschichte zurück. Die neueste Ausgabe wird direkt nach der Publikumspremiere auf dem Düsseldorfer Caravan-Salon (28. August bis 6. September) in die Showrooms der Händler rollen. Und man muss wohl kein Prophet sein, um dem Freizeitmobil trotz stattlicher Preise, die schon in der allereinfachsten Version bei 41 430 Euro beginnen, eine Fortführung der Erfolgsstory vorherzusagen. Schließlich wurden mit jeder Generation bisher die Absatzzahlen gesteigert. Der T5 brachte es zuletzt auf den Produktionsrekord von über 50 000 Exemplaren.

Das VW-Campmobil profitiert natürlich von allen Verbesserungen, die der Transporter-Modellwechsel zum T6 mit sich brachte. Von den zahlreichen Fahrer-Assistenzsystemen über ein Navigations- und Infotainment-Paket mit Smartphone-Einbindung und WLAN bis hin zum adaptiven Fahrwerk, was das Reisen komfortabler und sicherer macht, aber den Preis auch kräftig in die Höhe treibt.

Drei-Klassen-Gesellschaft
mit Aufstelldach

Alle 2,0-Liter-TDI-Triebwerke der neuesten Motoren-Generation mit einem Leistungsspektrum von 84 bis 204 PS kommen im California ebenfalls zum Einsatz. Sie erfüllen allesamt die Euro-6-Abgasnorm und verfügen serienmäßig über die Blue-Motion-Technology samt Start-Stopp-Automatik, die für Verbrauchsreduzierungen bis zu 15 Prozent sorgen soll. Im besten Fall bedeutet das einen Normwert von 6,3 l/100 km (164 g/km CO2) beim Basisaggregat, im schlechtesten Fall immer noch akzeptable 7,0 Liter für die stärkste Ausführung mit 4Motion-Allradantrieb.

Ein Turbobenziner mit 204 PS (9,3 l/100 km, 214 g/km CO2) ergänzt zwar die Motorenpalette, als einziger Vertreter der Otto-Fraktion wird er in Deutschland allerdings kaum eine große Fangemeinde finden, sondern ist eher für Exportmärkte wie China gedacht, in denen der Dieselmotor keine Rolle spielt.

Der Urlaub im „Hotel California“ ist ganz nach eigenem Gusto und Geldbeutel in drei Klassen unterteilt. Es beginnt mit dem Einstiegsmodell Beach (ab 41 430 Euro), das sich im Wesentlichen nur durch das manuelle Aufstelldach vom Multivan unterscheidet, neben dem Bett in der ersten Etage aber auch noch die Schlafmöglichkeit durch Umklappen der Sitzbank im Parterre bietet, aber keine Küchenzeile an Bord hat.

Völlig neu ist das mittlere Niveau Coast (ab 50 450 Euro). Ebenfalls mit manuellem Aufstelldach ausgestattet mutiert der California Coast mit einer Möbelzeile aus Aluminium im hellen Holzdekor und einer Küche mit Zweiflammen-Gaskocher und 42-Liter-Kühlbox zum echten Reisemobil, ohne allerdings die Alltagstauglichkeit eines Pkw zu verlieren.

Die Top-Variante Ocean (ab 57 780 Euro) schließlich bietet eine umfangreichere Serienausstattung, die neben Standheizung, Climatronic und Doppelverglasung auch ein elektrohydraulisches Aufstelldach beinhaltet. Über die fast schon zum Markenzeichen gewordene pfiffige Idee, zwei Campingstühle in der Heckklappen-Verkleidung und den dazugehörigen Tisch in der Schiebetür sicher und platzsparend zu verstauen, dürfen sich die Kunden aller drei California-Varianten freuen.

Am bewährten Innenraum-Konzept des VW-Campers hat sich zum Modellwechsel wenig verändert. Es sind eher Detaillösungen, die den Unterschied zum Vorgänger ausmachen. Wie etwa verbesserte Verdunklungsrollos an Front- und Heckscheibe, dimmbare LED-Leuchten am Dachbett, ein multifunktionaler Halter am Küchenblock oder ein am Beifahrersitz angebrachtes Nachtlicht, das auch als abnehmbare Taschenlampe taugt.

Eingebaut ist auch bei dem T6 California quasi das Urlaubsgefühl, das sich am Steuer des ausgebauten Bullis der Neuzeit automatisch einstellt. Egal ob unterwegs im Alltagstrott oder, wie bei der VW-Präsentation, im idealen Reisemobil-Land Norwegen auf nicht enden wollenden Serpentinen in der Nähe von Stavanger, durch die atemberaubende Landschaft eines Hochplateaus oder zu einem einsamen Übernachtungsplätzchen an einem Gebirgsbach. Das Jedermannsrecht in Norwegen und die Einwilligung des Landeigentümers machten es möglich, und auf dem Weg dorthin ließ sich der T6 auch von Regen durchweichten Anstiegen auf Schotter- und Geröllpisten nicht aufhalten.

Ein weiterer Vorteil der stark tempobegrenzten Straßen in Norweger: Mit 6,5 Litern Durchschnittsverbrauch lagen wir mit der 150-PS-Variante des California Beach fast auf dem Niveau des Normverbrauchs. Michael Lennartz

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