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Leistung geht wieder über alles

Der Cayenne GTS und Turbo bilden die Speerspitze der Baureihe. Beim Fahrspaß hat das „zahmere“ Modell überraschend die Nase leicht vorn.
Kann’s mit Allrad freilich auch im Schnee: Der neue Porsche Cayenne GTS. Kann’s mit Allrad freilich auch im Schnee: Der neue Porsche Cayenne GTS.
Skelleftea. 

Beiden hilft ein Turbolader-Pärchen auf die Sprünge, beide bilden die Speerspitze der Baureihe. Porsche legt in Zeiten zumindest vorübergehend billigeren Treibstoffs die neuen Topmodelle der SUV-Baureihe Cayenne nach. Über Mangel an Leistung lässt sich bei ihnen nicht klagen. Die 98 152 Euro teure GTS-Version liefert 440 PS, der Turbo S bringt es für 166 969 Euro auf satte 570 PS.

Dezente Retuschen an der Karosserie heben das Duo vom Rest der gewiss nicht untermotorisierten Cayenne-Riege ab. Eine eigene Frontschürze, LED-Licht, markante Seitenschweller und vor allem die üppig dimensionierten Räder, 20 oder 21 Zoll groß, zieren die strammen Athleten. Fahraktiv sollen beide freilich sein. Mit dem Cayenne Turbo S gelingt die Runde auf der Nürburgring-Nordschleife in weniger als acht Minuten, der GTS braucht nicht viel mehr. Das Fahrwerk, eine Stahlfederung beim GTS und eines mit elektronischer Dämpferverstellung beim Turbo S, erlaubt hohe Kurvengeschwindigkeiten ohne dass die Karosserie ins Wanken gerät.

Der GTS wirkt dabei sogar eine Spur agiler als sein stärkerer Bruder, der seine Leistung und 800 Nm Drehmoment allzu brachial auf den Boden bringt. Zwar braucht er für die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h 5,1 Sekunden, eine Sekunde mehr als der Turbo S, das beeinträchtigt den Fahrspaß aber in keiner Weise. Vermutlich steigert auch die Absenkung seiner Karosserie, die um 2,4 Zentimeter tiefer über dem Asphalt hockt als bei einem Cayenne S, das Kurvenvergnügen. Die achtstufige Automatik wechselt die Übersetzungen in Windeseile und teils mit deutlichem Ruck. Der aber wird eher als Ausdruck der überschäumenden Kraft denn als unangenehm empfunden. Die Lenkung vermittelt bestes Gefühl für die Fahrbahn und den Traktionszustand, die Zehnkolbenbremsen beißen zu wie ein Terrier im Angriffsmodus. Dazu liefert die Sportauspuffanlage mit ihren vier Endrohren einen formidablen Klang. Mit 670 bis 1780 Liter Kofferraumvolumen ist das Porsche-SUV auch ein wahrer Lademeister.

284 km/h Spitze

Der Fortschritt bei der Neuauflage der beiden Spitzensportler findet sich vor allem unter der Haube. Trotz der im Vergleich zum Vorgänger um 20 PS gestiegenen Motorleistung verbraucht der GTS 0,9 Liter weniger Benzin und soll mit 9,8 Litern 100 Kilometer weit kommen. Erreicht wurde das durch den Verzicht auf zwei Zylinder und 1,2 Liter Hubraum, heute treibt ein 3,6-Liter-V6 den GTS an. Dem Turbo S bleibt das V8-Aggregat erhalten, das ebenfalls um 20 PS kräftiger geworden ist und 50 Nm mehr Drehmoment liefert, ohne deswegen mehr wie bisher 11,5 Liter zu konsumieren. Die Höchstgeschwindigkeiten der beiden Kraftmeier werden, wie bei Porsche üblich, nicht elektronisch begrenzt und liegen bei 262 und 284 km/h.

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