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Lenkverhalten: Untersteuern oder Übersteuern?

Wer sich mit dem Auto auf der Straße sicher bewegen will, sollte auch über das eigene Lenkverhalten Bescheid wissen. Untersteuern ist meist sicherer als das Übersteuern. Aber was heißt das eigentlich?
Autofahrerin am Lenkrad: Bei Autos mit Vorderradantrieb kommt es in Kurven eher zu einem Untersteuerverhalten. Foto: Felix Kästle Autofahrerin am Lenkrad: Bei Autos mit Vorderradantrieb kommt es in Kurven eher zu einem Untersteuerverhalten. Foto: Felix Kästle
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Autos fahren nicht auf Schienen, sondern werden vom Fahrer gelenkt. In Kurven entwickeln sie allerdings ein Eigenlenkverhalten. Das wird bei zu hoher Geschwindigkeit zu einem Sicherheitsrisiko, teilt der Tüv Nord mit.

Wenn das Fahrzeug untersteuert, „schiebt” es trotz eingeschlagener Lenkung in der Kurve nach außen. Das ist typisch für Fahrzeuge mit Vorderradantrieb.

Beim Übersteuern bricht das Heck des Autos in der Kurve aus. Das ist typisch für heckangetriebene Fahrzeuge. Bei der Masse der derzeit im Handel befindlichen Fahrzeuge kommt es zum Untersteuern, die PKW „schieben” also im Extremfall über die Vorderachse zur Kurvenaußenseite. Das ist das sicherere Fahrverhalten, denn dabei wird das Fahrzeug abgebremst und kann dadurch wieder spurstabil werden. Heckgetriebene Fahrzeuge tendieren dagegen bei Leistungsüberschuss zum Übersteuern und geraten dann ins Schleudern. Daraus resultiert der Begriff der „Heckschleuder”.

In beiden Situationen, also beim Untersteuern oder Übersteuern, müssen die auf die Reifen wirkenden Kräfte schnellstmöglich verringert werden. Die Fahrer sollten den Fuß vom Gas nehmen, auskuppeln und den Lenkeinschlag etwas zurücknehmen oder gegenlenken. Ein Sicherheitssystem wie das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) wirkt dem Übersteuern wirksam entgegen, indem es die kurveninneren oder kurvenäußeren Räder im Ernstfall einzeln und automatisch abbremst.

(dpa)
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