E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Mehrheit denkt: Dashcams machen Verkehr sicherer

In anderen Ländern gehört die Dashcam längst zur Auto-Ausstattung. Die Nutzung hierzulande ist jedoch noch gering. Eine Umfrage gibt Aufschluss darüber, was die Menschen in Deutschland von der Digitalkammer für die Windschutzscheibe halten.
Eine Dash-Cam kann im Fall eines Unfalls den Hergang wiedergeben. Doch ob die Aufnahmen auch als Beweis vor Gericht zugelassen sind, ist noch offen. Foto: Wolfgang Kumm Eine Dash-Cam kann im Fall eines Unfalls den Hergang wiedergeben. Doch ob die Aufnahmen auch als Beweis vor Gericht zugelassen sind, ist noch offen.
Berlin. 

Eine große Mehrheit der Deutschen (64,7 Prozent) denkt, dass Dashcams im Auto den Verkehr sicherer machen können. Bis lang nutzen allerdings nur wenige (rund 8 Prozent) solche Videokameras, die sich etwa am Armaturenbrett befestigen lassen, um das Verkehrsgeschehen aufzuzeichnen.

Gut ein Viertel (25,4 Prozent) kann sich das aber vorstellen. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Rund drei Viertel (74,2 Prozent) halten die aufgezeichneten Videos vor Gericht als hilfreiches Beweismittel. Ob solche Aufnahmen im Einzelfall als Beweis bei Prozessen zugelassen werden, liegt im Ermessen des Richters, erläutert die Bitkom.

Während sich fast die Hälfte der Befragten (46,5 Prozent) dafür ausspricht, Dashcams sogar gesetzlich vorzuschreiben, finden fast genauso viele (45 Prozent), dass die Kameras eine Atmosphäre der Überwachung erzeugen. Fast jeder Fünfte (19,6 Prozent) möchte sie verbieten lassen.

Bitkom Research hat im Januar 1009 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt.

BGH prüft Verwertbarkeit der Aufnahmen

Anhand eines Unfalls in Magdeburg verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) erstmals die Frage, ob Aufnahmen von Videokameras an Armaturenbrett und Windschutzscheibe als Beweis vor Gericht (VI ZR 233/17) genutzt werden dürfen. Das höchste deutsche Zivilgericht will am 15. Mai (9.00 Uhr) sein Urteil sprechen. Erwartet wird eine Grundsatzentscheidung.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Auto & Verkehr

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen