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Detroit Motorshow C-Klasse Mercedes: Mercedes zeigt die neue C-Klasse

Von Das hat schon Tradition: Mercedes wählt den Vorabend großer Autoausstellungen stets für eine Vorabpremiere und enthüllte am Sonntagabend die neue C-Klasse. Unser Mann in Detroit, Michael Lennartz, berichtet exklusiv von der Premiere.
Mercedes hat seine neue C-Klasse präsentiert. Foto: dpa Mercedes hat seine neue C-Klasse präsentiert. Foto: dpa
Detroit.   Bei solchen Gelegenheiten lässt es sich Dieter Zetsche, der Daimler-Vorstandsvorsitzende, natürlich nicht nehmen, selbst in den Ring zu steigen. Ohnehin gilt der Chef der Stuttgarter Nobelmarke als der unterhaltsamste Darsteller in der Garde der deutschen Autobosse.

Er hatte bei seinem Auftritt allerdings auch leichtes Spiel, konnte hervorragende Ergebnisse auf dem US-Markt mit einem Plus von 14 Prozent Plus und hatte für die Amerikaner noch ein Bonbon parat: Die neue C-Klasse wird künftig auch im dortigen Werk in Tuscaloosa/Alabama gebaut, in dem dann fünf Modelle mit dem Stern vom Band laufen.

Und damit nicht nur die Medienvertreter aus aller Welt über das erhoffte weitere Erfolgskapitel der C-Klasse unterrichtet werden, sondern auch die autoaffine Bevölkerung von Motown City über den Modellwechsel der meistverkauften  Mercedes-Baureihe informiert werden, haben die Stuttgarter Marketing-Leute gleich einen ganzen Zug des „Peoplemovers“, ein 4,7 Kilometer langes, automatisch betriebenes Hochbahnsystem in Downtown Detroit, schwarz lackieren lassen und kündigen in großen Lettern mit „C it first“ die bedeutungsvolle Weltpremiere an.

Als die beiden C-Klassen zum Auftritt von Kelly Rowland, US-Sängerin, Schauspielerin und ehemaliges Mitglied der Girlsgroup Destiny’s Child, auf die Bühne rollten, wurde klar: Mercedes will mit dem einstigen Baby-Benz den mit der A-Klasse und dem CLA eingeschlagenen Weg, die Kundschaft zu verjüngen, weitergehen. Da es von der Stufenheck-Limousine, wie einst mit der E-Klasse begonnen, aber zwei Gesichter geben wird, wird sowohl die etwas konservativere Klientel mit dem klassischen Kühlergrill und dem darüber wie ein Fadenkreuz thronenden Stern befriedigt wie auch eine sportlichere Zielgruppe mit dem in die Front integrierten Markenzeichen angesprochen.


Bilderstrecke Mercedes stellt neue C-Klasse vor
Mercedes Benz hat am Vorabend der NAIAS 2014 in Detroit die neue C-Klasse vorgestellt. In unserer Fotostrecke sehen Sie Bilder von der Präsentation. Fotos: Lennartz, dpaUS-Sängerin Kelly Rowland sorgte bei der Präsentation des neuen Mercedes für musikalische Unterhaltung.Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter von Mercedes-Benz Cars.


Maßstäbe soll die neue C-Klasse in der Premium-Mittelklasse vor allem durch ihr Leichtbaukonzept (100 Kilogramm weniger als das vergleichbare Vorgängermodell), die klassenbeste Aerodynamik (cw= 0,24) und sparsame Motoren setzen. Eine lange Liste von Assistenzsystemen soll außerdem ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren. Die erstmals in dieser Klasse auch verfügbare Luftfederung steigert den Fahrkomfort. Und mit besonderem Stolz weisen die Mercedes-Leute auf den neuen Innenraum hin, der mit neuen, edlen Materialien einem „Upgrade auf eine höhere Klasse“ gleichkommt. Ein kleines „S-Klässle“ eben.

Zur Markteinführung im März stehen neben dem Einstiegsbenziner C 180 mit 156 PS (115 kW) zu preisen ab 33.558 Euro zunächst noch zwei weitere Vierzylinder bereit: Der C 200 als 1,9-Liter-Benziner mit 184 PS (135 kW) ab 36.414 Euro und der 170 PS (125 kW) starke Diesel C 220 Bluetec ab 38.675 Euro, der sich mit vier Litern Treibstoff pro 100 Kilometer in der Normrunde begnügen soll.

Unser Mann in Detroit Luxus statt Krise: US-Branche feiert sich

Genf, Detroit, Peking, Shanghai, Tokio, Paris, Los Angeles und natürlich die IAA in Frankfurt - seit Jahren berichtet Michael Lennartz ausführlich von den großen Auto-Ausstellungen dieser Welt. Hier ist der erste Teil seines Detroit-Motor-Show-Tagebuchs.

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Dieter Zetsche kündigte aber gestern bereits an, dass es die C-Klasse demnächst auch als Hybriden, der im Zusammenspiel von Vierzylinder-Diesel (150 kW/204 PS) und E-Motor (20 kW/27 PS) bei den CO2-Abgasen sogar die 100-Gramm-Grenze pro Kilometer knackt. Und für das kommende Jahr dürfte der avisierte Plug-in-Hybrid in einer Benziner-Kombination sogar unter 70 g/km CO2 kommen.

Mit der C-Klasse hat Daimler seine Pulver für die Ausstellungstage aber noch längst nicht verschossen, den mit der AMG-Variante des GLA und vor allem dem Topmodell S600 können die Besucher der Detroit Motorshow zwei weitere Weltpremieren am Mercedes-Stand bestaunen. Bei dem S600, der nur mit langem Radstand zu haben ist, halten die Stuttgarter übrigens am 12-Zylindermotor fest. Der Maybach-Ersatz ist das neue Flaggschiff allerdings noch nicht.

Das voraussichtlich S600 Maybach heißende Modell dürfte von den Dimensionen her sogar die Langversion noch einmal toppen und wird erst später im Jahresverlauf debütieren.

Michael Lennartz ist unser Mann in Detroit

 
Jahrgang 1952, ist seit 1988 der Ressortleiter der Sportredaktion und betreut bereits seit 1983 alleinverantwortlich die Autoseite. Damit ist schon klar, «ML» ist ein echtes FNP-Gewächs - vom Volontär (1980) bis zum Ressortchef. Wobei das Volontariat zuvor bei der Fachzeitschrift «Rallye racing» begonnen worden war, der im Rhein-Main-Gebiet sehr bodenständige, gebürtige Wiesbadener aber den Umzug des Blattes nach Hamburg nicht mitmachen wollte. Der Einstieg in den Journalismus erfolgte schon bald nach dem Abitur bereits während des Sportstudiums an der Uni Mainz als freier Mitarbeiter des Wiesbadener Kuriers in den 70er-Jahren. Als aktiver Badmintonspieler hatte er einen Stammplatz im Team des PSV Grün-Weiß Wiesbaden, griff später aber auch kurzzeitig zum Hockeyschläger und kickte in der Reserve des SV Wehen. Seit 1992 hat er für die FNP von allen Olympischen Sommerspielen berichtet. Michael Lennartz ist verheiratet und hat zwei Töchter.
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