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Neuer Astra: Schleier gelüftet

<span></span> Bilder > Foto: Ingo Barenschee (Volkswagen AG)

Wer nicht gewinnen will, der hat schon von vornherein verloren.“ Mit solch markigen Sprüchen schickt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann jetzt den neuen Astra ins Rennen gegen Golf & Co. Denn nachdem die Hessen in der Kompaktklasse zuletzt mit einem Platz im Mittelfeld zufrieden waren, fühlen sie sich mit der elften Generation ihres Dauerbrenners, der im September seine Publikumspremiere auf der IAA feiert und kurz danach in den Handel kommt, stark genug für den Weg zurück aufs Treppchen.

Diese Zuversicht fußt auf einem Modellwechsel, der anders als zuletzt beim Corsa tatsächlich mal ein Generationensprung ist. Nicht umsonst haben sie kaum ein Blech unberührt gelassen, haben sich frei gemacht von allen Rücksichten auf Konzernmodelle für andere Kontinente und sind dem Astra ordentlich an die Unterwäsche gegangen. Deshalb steht die Baureihe nun auf einer komplett neuen Plattform, die ähnliche Vorteile bieten soll, wie der Modulare Querbaukasten der Konkurrenz aus Wolfsburg: Mehr Platz und weniger Pfunde.

So wird der neue Astra zwar ein paar Zentimeter kürzer und schrumpft als Fünftürer auf 4,37 Meter und selbst die Achsen stehen enger beisammen. Doch weil niemand mehr auf abstruse amerikanische Crashnormen Rücksicht nehmen muss, weil die Sitze ergonomischer ausfallen und weil die Hessen auch sonst um jeden Zentimeter gegeizt haben, wächst er innen spürbar: Nicht nur vorne, sondern auch hinten kann man jetzt auch als Erwachsener bequem sitzen. Und das Gepäckabteil bietet ebenfalls mehr Platz.

Mit Turbo-Dreizylinder
und neuem Matrix-Licht

Außerdem sieht der neue Astra einfach schnittiger aus. Nicht so pummelig wie der Vorgänger und nicht so langweilig wie der VW Golf gibt er den schnittigen Sportler und fährt den ersten Fotos nach zu urteilen ganz vorne mit in der Schönheitskonkurrenz auf dem Golfplatz.

Auf der einen Seite muss sich der Astra künftig vor den Sparvarianten der Konkurrenz nicht mehr verstecken, sagen die Entwickler und begründen dies mit Normwerten um 3,2 Liter für den besten Diesel und 4,6 Liter für den Benziner. Auf der anderen Seite soll man mit dem Astra wieder fahren und nicht nur einfach ankommen wollen. Nicht umsonst wurde so viel Energie in den Leichtbau und das überarbeitete Fahrwerk gesteckt.

Zudem gibt es zur neuen Plattform auch jede Menge frischer Triebwerke, die mittelfristig ein Leistungsspektrum von 95 bis 200 PS abdecken werden. Zu den wichtigsten Neuheiten zählt der erste Dreizylinder in einem Kompaktklasse-Modell von Opel. Nur 1,0 Liter groß, kommt er mit Turbo-Hilfe auf 105 PS. Auf gleicher Technik-Basis gibt es außerdem eine neue Variante mit vier Zylindern, 1,4 Litern Hubraum und 145 PS. Und auch bei der sonstigen Technik gibt es Premieren: etwa die ersten Matrix-Voll-LED-Scheinwerfer. Sie leuchten die Straße besonders gut aus und ermöglichen durch einzeln steuerbare Module blendfreies Dauerfernlicht. Dazu gibt im Astra Opels aus den USA importierter Telematikdienst „OnStar“ sein Debüt. Der Dienst bietet einen privaten Telesekretär und WiFi-Hotspots für bis zu neun mobile Endgeräte.

Preise nennt Opel noch nicht. Es ist nur zu hören, dass der Astra nicht mehr kosten soll als das aktuelle Modell. Das gibt es derzeit mit einem 115-PS-Benziner für 17 260 Euro. tg/ml

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