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Schräges SUV und Plug-in-Offensive

Mehr Dynamik geht nicht. Ola Källenius, Vertriebschef von Mercedes-Benz, schwärmt vom neuen Gelände-Coupé GLE als gäbe es kein Morgen. Für die Marke mit dem Stern ist es in der Tat ein wichtiger Schritt, um endlich den Anschluss an den vor allem in Deutschland arg kritisierten, doch speziell vom US-Autokäufer gerne genommenen BMW X6 zu finden.

Ein Coupé für den Ausritt jenseits befestigter Straße? Abwegiger ist wenig. Aber in einer Zeit, in der das Aufsehen zählt, kann die Gestalt kaum verschroben genug sein. Dabei wirkt die Mercedes-Interpretation des Themas weit weniger martialisch als die in München. Das GLE Coupé sieht ganz nach Mercedes aus, betont mit einem markanten Gesicht, den kräftigen Hüften und der gerundeten Dachlinie den athletischen Anspruch, fährt aber längst nicht so aufgeblasen machohaft vor wie der X6.

Die Motorenpalette gehört ebenfalls ins Lager der Kraftsportler, der Allradantrieb 4matic ist bei allen Versionen daher obligatorisch, anders ließe sich das Drehmoment nicht ohne Traktionsverluste auf die Straße bringen.

Erstmals mit der neuen
Neungang-Automatik

Die zum Marktstart im Sommer angebotenen Triebwerke leisten zwischen 258 und 367 PS, einzig das Basismodell wird von einer Dreiliter-V6-Dieselmaschine befeuert. Die Benziner tragen das sportive Markenzeichen der zu Mercedes gehörenden Spezialitätenschmiede AMG.

Bis auf das Spitzenmodell, das AMG GLE 63S Coupé heißt und bei dem das Speedshift-Plus-Getriebe mit sieben Gängen die Übersetzungswechsel übernimmt, steht für die anderen Versionen zum ersten Mal das neue, neungängige Automatikgetriebe bereit. Die beiden kräftigsten Ausführungen des GLE Coupés werden nachgereicht und leisten in der normalen Variante 557 PS, das besonders sportliche S-Modell kommt sogar auf 585 PS. Zur Ausstattung zählen unter anderen das Fahrdynamiksystem Dynamik Select, das drei verschiedene Fahrmodi anbietet sowie die Sport-Direktlenkung.

Im Rahmen der North American International Autoshow in Detroit kündigte Mercedes-Chef Dieter Zetsche außerdem eine Modelloffensive beim Plug-in-Hybridantrieb an. Bei diesen Varianten erlaubt eine leistungsstarke Batterie rein elektrische Fahrten bis maximal 50 Kilometer. Dies macht emissionsfreie Mobilität im Kurzstreckenverkehr in den Städten möglich.

Nach der bereits im vergangenen Jahr vorgestellten Plug-in-S-Klasse sollen bis zum Jahr 2017 insgesamt zehn Modelle mit dieser Antriebstechnik folgen. Als nächster Vertreter dieser Antriebstechnik steht der C350 Plug-in-Hybrid, der ebenfalls in Detroit Premiere feiert, vor dem Verkaufsstart in diesem Sommer. Auch für die SUV-Baureihen soll die teil-elektrische Antriebsweise angeboten werden. Michael Kirchberger

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