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Sollte man moderne Autos noch „einfahren”?

Früher mussten Besitzer eines nagelneuen Autos nach den ersten 1000 gefahrenen Kilometern das Öl wechseln. Heute ist das nicht mehr nötig. Das liegt an der modernen Motorentechnik.
Früher mussten nagelneue Autos richtig eingefahren werden. Das heißt, man musste nach den ersten gefahrenen Kilometern das Motoröl wechseln. Heute ist das überflüssig. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa Früher mussten nagelneue Autos richtig eingefahren werden. Das heißt, man musste nach den ersten gefahrenen Kilometern das Motoröl wechseln. Heute ist das überflüssig.
Essen/Hannover. 

Wie fährt man einen Neuwagen richtig ein? Lange galt es als selbstverständlich, nach den ersten 1000 gefahrenen Kilometern das Motoröl zu wechseln, erklärt der Tüv Nord.

Dafür gab es gute Gründe, denn bei den ersten Bewegungen der Kolben gerieten durch die Reibung stets Partikel ins Öl. Die Ölfilter hatten damit Probleme. Heute gibt es von fast keinem Autohersteller mehr die Empfehlung, das Öl so früh zu wechseln. Denn moderne Motoren haben bereits ab Werk eine sehr geringe Fertigungstoleranz, soll heißen: Alle Bauteile sind nahezu perfekt aufeinander abgestimmt.

Das Öl wird während der ersten 10 000 oder 20 000 Kilometer kaum noch verunreinigt. Außerdem sind moderne Ölfilter heute viel leistungsfähiger als früher, so die Prüforganisation. Dennoch: Neuwagen sollten während der ersten 1000 Kilometer behutsam eingefahren werden.

Auf betont untertouriges Fahren und auf Fahrten mit besonders hoher Drehzahl sollte man besser verzichten - das schone Motor und Getriebe. Helfen könne dabei eventuell auch ein Blick in die Bedienungsanleitung des Herstellers.

(dpa)
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