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Stufenloses Schalten

Subaru Forester Subaru Forester

Mit dem dramatisch rückläufigen Absatz um mehr als 30 Prozent in den vergangenen zwei Jahren auf zuletzt nur noch 6218 Neuzulassungen (2014) ist Subaru endgültig zum Nischenanbieter bei uns geworden. Global zehrt der weltweit größte Hersteller von Allrad-Pkws jedoch weiterhin von seiner technologischen Kompetenz, die ihm auch hier eine kleine, aber feine Fan-Ge-meinde sichert. Sie schätzt die nicht alltäglichen Autos, die hierzulande durchweg mit permanentem Allradantrieb, Boxer-Motoren sowie fünf Jahren Garantie aufwarten, und unter den sechs Baureihen vor allem den Forester.

Der Klassiker unter den SUVs (Sport Utility Vehicles – sportliche Mehrzweckfahrzeuge) steht in Deutschland für die Hälfte der Verkaufszahlen. Seine seit 2013 aktuell vierte Generation kann jetzt auch als Boxerdiesel erstmals mit einer stufenlosen (CVT-)Automatik kombiniert werden, die bei Subaru Lineartronic heißt. Diese Lösung bieten die Japaner seit knapp zwei Jahren für ihren Outback an, der seitdem zu zwei Dritteln damit bestellt wird. Im Forester war die Lineartronic bislang den Benzinern vorbehalten.

CVT kürzt „Continuosly Variable Transmission“ ab, und das bedeutet stufenlos fahren ohne Zugkraftunterbrechung. Die gemeinsam mit LuK aus dem Verbund der Schaeffler-Gruppe eigens für leistungs- und drehmomentstarke Maschinen entwickelte Konstruktion erlaubt den Betrieb des Motors im verbrauchsgünstigsten Kennfeldbereich, sodass sich Werte auf dem Niveau ideal bedienter Handschaltungen ergeben. Subaru sieht im CVT-Prinzip den besseren Weg zur Kraftstoffeinsparung und Reduzierung der CO2-Emissionen als mit Doppelkupplungsgetrieben oder Wandlerautomaten.

Für europäische Autofahrer waren CVT-Getriebe jedoch immer umstritten. „Gummiband-Effekt“ lautete noch ein charmantes Vorurteil, Polemiker sprachen eher davon, der Fahrer müsse jeden Gangwechsel „abnicken“. Nach ersten Probefahrten mit dem Forester Turbodiesel, der sich dabei als familientauglicher Reisewagen mit angenehmen Langstreckenqualitäten erwies, können wir aber bestätigen, dass den Technikern ein deutlicher Fortschritt gelungen ist. Die Schaltvorgänge liefen weitgehend ruckfrei ab.

Mit diversen Eingriffen ins Motormanagement qualifizierten die Ingenieure das Auto für die Euro-6-Abgasnorm. Nach Herstellerangaben und praxisferner EU-Norm benötigt der optimierte 2,0-Liter-Boxer-Selbstzünder mit 147 PS und maximalen 350 Nm Drehmoment (zwischen 1600 und 2400 U/min) pro 100 Kilometer 6,3 Liter Dieselöl. Daraus ergibt sich ein Kohlendioxidausstoß von 163 g/km.

Freilich ist der Forester 2.0 D Lineartronic, so die sperrige Modellbezeichnung, mit einem Mindestpreis von 32 200 Euro (1700 mehr als die vergleichbare Ausfüh-rung mit Sechsgang-Handschaltung) alles andere als ein Sonderangebot. Dafür sind aber schon Schleuderschutz, Klimaautomatik, Tempomat, Nebellampen, 17-Zoll-Aluräder, Sitzheizung vorn sowie Audiogerät mit USB-Anschluss und Bluetooth-Funktion Standard. Felix Dernbach

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