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Tipps für den Saisonstart mit dem Wohnmobil

Fehlt die Kabeltrommel, ist das auf dem Campingplatz ärgerlich, aber ein lösbares Problem. Sind aber Fensterdichtungen porös, der Gasherd kaputt oder gar die HU abgelaufen, ist das folgenreicher. Tipps für einen erfolgreichen Saisonstart mit dem Reisemobil.
Neben dem Alter und dem nötigen Restprofil prüfen Wohnmobilfreunde auch den richtigen Luftdruck ihrer Reifen. Bilder > Foto: Jochen Lübke Neben dem Alter und dem nötigen Restprofil prüfen Wohnmobilfreunde auch den richtigen Luftdruck ihrer Reifen.
Bonn. 

Ein Wohnmobil müssen Besitzer bereits einige Wochen vor dem Urklaubsstart fit machen. Sonst treten schnell unerwartete Probleme auf. Der Caravaning Industrie Verband, der ADAC sowie Experten weiterer Organisationen geben die wichtigsten Tipps für den Start in die Caravansaison.

So müssen Scheinwerfer, Brems- und Rückleuchten sowie Blinker geprüft werden. Stimmen die Füllstände von Bremsflüssigkeit, Kühlmittel, Öl und Wischwasser? Ist die Batterie okay? Tut es die Fußbremse noch, ist die Feststellbremse einsatzbereit? Bei Wohnanhängern müssen vor allem Auflaufbremse und Seilzüge den Check bestehen. Beim Reifenrestprofil sind 1,6 Millimeter vorgeschrieben. Fachleute raten bei Sommerreifen zu mindestens 3 Millimetern.

Reifen können laut Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk bei Reisemobilen aufgrund längerer Standzeiten schneller altern. Nach sechs Jahren kann die Gummimischung so weit ausgehärtet sein, dass sich dies negativ auf den Bremsweg auswirkt. Im Zweifel hilft ein Fachhändler weiter.

Beim Saubermachen folgt man dem Prinzip „von oben nach unten”, sagt Markus Herrmann vom Bundesverband Fahrzeugaufbereitung. Spezielle Lkw-Waschstraßen meiden Wohnmobilisten aufgrund der dort verwendeten groben und sehr schnell rotierenden Bürsten sowie scharfen Reinigungsmittel besser. Handarbeit ist angesagt.

Ein Dampfstrahler ist bei der Vorwäsche aber erlaubt. Vorsicht bei den Lüftungsschlitzen des Kühlschranks oder den Fensterdichtungen, die nicht den vollen Strahl abbekommen sollten. Erste Wahl: milde Reinigungsmittel sowie weiche Schwämme oder Mikrofasertücher. Das schützt sowohl empfindliche Beklebungen als auch Acrylglasfenster, denen alkoholhaltige Glasreiniger schaden.

Stand das Mobil lange draußen, säubert man es extra gründlich und achtet auf Feuchtigkeitsschäden im Aufbau sowie auf Schäden bei Dichtungen und Dichtfugen. Letztere lassen sich mit Mitteln aus dem Fachhandel pflegen. Mit dem Staubsauger geht man Boden, Ritzen, Fächer, Polster und Flächen im Innenraum an. Vorsicht mit Wasser: Werden Polster und Textilien zu feucht, begünstigt das Schimmel und Muff. Nach Möglichkeit schon beim Putzen Fenster und Türen öffnen.

Es gibt eine Menge Spezialeinrichtungen an Bord von Reisemobilen: Schon nach dem letzten Urlaub sollte die Wasseranlage gut gesäubert worden sein. Doch auch vor dem nächsten Trip gehört sie nochmals ordentlich durchgespült und mit Reinigungsmitteln aus dem Fachhandel gegen Bakterien und Algenbildung desinfiziert. Erst kurz vor der Fahrt werden die Tanks aufgefüllt. Es empfiehlt sich auch die regelmäßige Entkalkung. Funktionieren auch alle Wasserhähne?

Um nicht von saurer Milch oder lauwarmem Bier überrascht zu werden, gilt es, den Kühlschrank zu prüfen. Die Lüftungsgitter befreit man regelmäßig von Staub und Ablagerungen, um Funktionsschäden vorzubeugen. Tut es auch die Gasanlage noch? Dazu schließt man die Gasflasche wieder an und überprüft alle Gasverbraucher wie Kocher, Heizung und Warmwasserboiler auf Funktion. Größere Modelle haben oft noch eine Ersatzflasche an Bord, die gegebenenfalls auf ihren Füllstand überprüft werden sollte.

Um gar nicht erst unangenehme Gerüche aufkommen zu lassen, sollte es die Schiebedichtung zwischen Toilettenschüssel und Kassette noch tun. Die Kassette selbst ist hoffentlich schon längst mit Spezialmitteln gereinigt worden. Schließlich gehört noch der Vorrat an möglichst umweltfreundlichen Toilettenzusätzen aufgefüllt.

Vor dem Start verabschiedet man sich noch von überflüssigem Ballast an Bord. Dabei lässt sich auch gleich die Standardausrüstung überprüfen: Denn einen langen Wasserschlauch nebst verschiedener Anschlussadapter, Kabeltrommel, Auffahrkeile, Campingmöbel, Vorzelt oder Bettwäsche kann man vor Ort mehr als gut gebrauchen.

(Von Stefan Weißenborn, dpa)
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