E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 19°C

Urteil: Fahrrad gegen Auto

Sicher geparkt: Dieses Fahrrad kann nicht so leicht gegen ein Auto fallen. Foto: Jens Kalaene Sicher geparkt: Dieses Fahrrad kann nicht so leicht gegen ein Auto fallen. Foto: Jens Kalaene
München. 

Schon ein Windstoß kann ein Fahrrad zu Fall zu bringen. Beschädigt es dabei ein Auto, muss der Besitzer des Rades dafür nicht immer aufkommen. Seine Schuld muss zweifelsfrei nachweisbar sein.

Fällt ein auf dem Gehweg geparktes Fahrrad gegen ein Auto, muss erst eindeutig bewiesen werden, dass der Besitzer des Zweirads Schuld daran hat. Fahrräder dürfen nämlich grundsätzlich auf dem Gehweg abgestellt werden, urteilte das Amtsgericht München (Az.: 261 C 8956/13) in einem Fall, auf den die Verkehrsrechtsanwälte des Deutschen Anwaltsvereins aufmerksam machen.

Ein umgefallenes Fahrrad hatte den Kotflügel eines Wagens beschädigt. Die Fahrerin forderte vom Besitzer rund 1745 Euro für die Reparatur der Dellen und Kratzer - ohne Erfolg. Das Gericht erklärte, der Radfahrer habe zwar sein Rad so abzustellen, dass es kein Auto beschädigen könne. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass ein Dritter das Zweirad auf dem Gehweg bewegt habe, um zum Beispiel sein eigenes Fahrrad abzustellen. Die Verantwortung des Radbesitzers für die Kollision sei also nicht zweifelsfrei nachzuweisen.

Zur Startseite Mehr aus Auto & Verkehr

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen