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Was bedeutet eigentlich Richtgeschwindigkeit?

Auf Straßen ohne Tempolimit wird häufig eine Richtgeschwindigkeit ausgewiesen. Das klingt wie eine Empfehlung. Doch Vorsicht: Bei einem Unfall kann eine Überschreitung schwere Folgen haben.
Das Überschreiten der Richtgeschwindigkeit kostet zwar kein Bußgeld. Im Falle eines Unfall sind jedoch haftungsrechtliche Konsequenzen zu befürchten. Foto: Julian Stratenschulte/dpa Das Überschreiten der Richtgeschwindigkeit kostet zwar kein Bußgeld. Im Falle eines Unfall sind jedoch haftungsrechtliche Konsequenzen zu befürchten.
Stuttgart. 

Auf deutschen Autobahnen und autobahnähnlich ausgebauten Straßen außerhalb geschlossener Ortschaften gibt es vielfach kein Tempolimit. Für Pkw und andere Kraftfahrzeuge bis 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gilt dann eine empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Das ist die sogenannte Richtgeschwindigkeit, erklärt die Dekra. Deren Überschreiten kostet zwar an sich kein Bußgeld. Es kann jedoch einen Verstoß gegen Paragraf 3 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) darstellen, so die Prüforganisation.

Danach ist die Geschwindigkeit stets „den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie den persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung” anzupassen.

Dass die Realität anders aussieht, steht auf einem anderen Blatt. Heikel wird es, wenn es kracht: „Wer die Richtgeschwindigkeit überschreitet, hat bei einem Verkehrsunfall haftungsrechtliche Konsequenzen zu befürchten”, warnt Andreas Schmidt, Leiter Fahrerlaubniswesen bei der Dekra.

Die Rechtsprechung gehe dann in der Regel von einer Mithaftung in Höhe von 20 Prozent aus, sofern der durch verkehrswidriges Verhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers verursachte Unfall bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit vermieden worden wäre.

(dpa)
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