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Wie kann ich die Zuladung fürs Fahrzeug berechnen?

Wer sein Auto zum Transport von Möbeln oder viel Gepäck einsetzen möchte, sollte vorher wissen, wie viel er überhaupt zuladen darf. Bei einer Verkehrskontrolle kann es sonst teuer werden. Wie berechnet man, was an zusätzlichem Gewicht erlaubt ist?
Zu voll beladen? Wie schwer das Auto maximal sein darf, kann man mit Hilfe der Angaben im Fahrzeugschein herausfinden. Foto: Sebastian Gollnow Zu voll beladen? Wie schwer das Auto maximal sein darf, kann man mit Hilfe der Angaben im Fahrzeugschein herausfinden.
Erfurt. 

Egal ob Urlaub, Sperrmüll, Umzug oder Heimwerkereinkauf. Manchmal ist das Auto pickepackevoll. Ist es möglicherweise schon überladen? Woran erkennt man das, und was kann passieren?

„Ein erstes Indiz kann das zu starke Einsinken der Federn sein. Ob das Fahrzeug wirklich überladen ist, lässt sich letztlich nur durch wiegen mitsamt Beladung und Insassen feststellen”, sagt Fahrzeugexperte Christian Heinz vom Tüv Thüringen. Hierzu gibt es mancherorts öffentliche Waagen.

Das Gewicht des aktuell beladenen Autos „trocken” hochzurechnen, ist schwierig. Wichtige Angaben dazu finden sich in der Zulassungsbescheinigung Teil I, besser bekannt als Fahrzeugschein. Auf der Rückseite in Zeile F.2 ist die zulässige Gesamtmasse angegeben. In Zeile G ist die Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs (Leergewicht) zu finden. Aus beiden Werten lässt sich die theoretisch mögliche Zuladung ermitteln.

Im Leergewicht ist allerdings der Autofahrer bereits mit 75 Kilo eingerechnet. „Die Daten für die ab Juli 2004 erstmals zugelassenen Fahrzeuge werden jedoch nur mit 90 Prozent Tankinhalt angegeben”, sagt Heinz. Das mache bei einem 50-Liter-Tank immerhin 5 Kilo aus.

Problematischer sind allerdings die Zusatzausstattungen wie zum Beispiel Anhängerkupplung, Klimaanlage, Glasdach oder größere Rad-Reifenkombinationen. „Die sind nämlich im angegebenen Leergewicht nicht unbedingt berücksichtigt”, gibt Heinz zu bedenken. Zum Serienfahrzeug seien hier Abweichungen von mehr als 100 Kilo möglich.

Im Zweifel lieber weniger laden oder das beladene Fahrzeug wiegen lassen. Denn die Polizei wiederum hat bei Kontrollen Wiegemöglichkeiten zur Verfügung, so der Tüv Thüringen. Bußgelder liegen je nach Überladung zwischen 10 und 235 Euro. Dazu gesellt sich ab 20 Prozent Überladung immer ein Punkt in Flensburg.

Wichtiger: „Das Fahrverhalten eines vollbeladenen Fahrzeuges ändert sich beträchtlich”, sagt Heinz und warnt ausdrücklich davor, das Fahrzeug zu überladen. Bremsen und Reifen werden dabei übermäßig belastet. „Aufgrund der höheren Masse steigt nicht nur der Spritverbrauch, vor allem verlängert sich der Bremsweg, und die Fahrstabilität verringert sich spürbar.”

Wichtig: Den Reifendruck sollten Autofahrer bei einem vollbeladenen Auto unbedingt kontrollieren und gegebenenfalls anpassen.

(dpa)
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