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„Wir brauchen Wettbewerb“

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Frank Meijer ist Leiter für den Bereich Brennstoffzelle bei Hyundai Europa. Matthias Huthmacher sprach mit dem Niederländer über die Zukunft des Wasserstoffantriebs.

Hyundai spricht beim ix35 Fuel Cell von Serienproduktion. Wie viele Einheiten pro Jahr werden denn verkauft?

FRANK MEIJER: Unseren Fuel Cell bieten wir ja bereits seit 2013 zum Leasing an und haben seither rund 1000 Einheiten gebaut. Mit der jetzt hinzu gekommenen Kaufoption gehen wir davon aus, dass wir künftig deutlich mehr als 200 Kunden im Jahr beliefern werden.

Das ist aber auch nicht gerade viel.

MEIJER: Unsere Produktionsmöglichkeiten sind nach oben offen, weil bis auf Batterien und Drucktanks die Fertigung komplett in Eigenregie erfolgt. Der Absatz hängt viel mehr von den Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern ab.

Wo verkauft sich der Fuel Cell derzeit denn besonders gut?

MEIJER: Wir sind jetzt in 16 Ländern am Markt. Die größten Abnehmer in Europa sind Dänemark, Norwegen und die Niederlande. Welche Länder dazukommen, hängt von deren Infrastruktur beim Tankstellennetz ab. Wir können überallhin liefern.

Auch der hohe Preis dürfte eine Rolle spielen.

MEIJER: Das stimmt. Die Kosten für die Brennstoffzellen-Technologie werden aber mit zunehmenden Stückzahlen sinken. Ab 2020 wird es ausreichend viele Wettbewerber auf diesem Markt geben, dann kommt Bewegung in die ganze Sache. Wir dürfen uns aber nichts vormachen: Um ein Brennstoffzellen-Fahrzeug so günstig produzieren zu können wie einen Diesel, benötigen wir wohl vergleichbare Stückzahlen.

Das wird aber lange dauern!

MEIJER: Ja, aber wir zeigen doch: Diese Autos gibt es. Jetzt sind andere, nämlich Politik, Tankstellenverbände und Energiekonzerne gefragt, um sinnvolle Rahmenbedingungen für den Einsatz von Brennstoffzellenautos zu schaffen.

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