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Bademeister warnen Eltern vor Handygebrauch im Schwimmbad

Auch in Schwimmbädern wird immer öfter kostenloses WLAN angeboten. Einige Eltern tendieren dazu, sich lange von ihrem Handy ablenken zu lassen und ihre Aufsichtspflicht für ihre Kinder nicht mehr ausreichend wahrzunehmen. Das kann fatale Folgen haben, warnen Bademeister.
Bademeister warnen Eltern vor dem Gebrauch von Handys im Schwimmbad. Foto: Frank May Bademeister warnen Eltern vor dem Gebrauch von Handys im Schwimmbad.
Frankfurt/Main. 

Bademeister warnen Eltern davor, sich vom Smartphone ablenken zu lassen. Michael Schad vom Bundesverband Deutscher Schwimmmeister kritisierte, viele Eltern sähen Schwimmbäder als eine Art Kita an.

Er habe sich schon wüste Beschimpfungen anhören müssen, wenn er Eltern mit Smartphones an ihre Aufsichtspflicht erinnert habe, sagte Schad der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Um sich in Ruhe dem Smartphone widmen zu können, ließen manche Eltern ihre Kleinkinder zudem von Geschwistern beaufsichtigen, die selbst noch nicht richtig schwimmen könnten.

Nach Angaben von Michael Dietel vom Hamburger Schwimmbad-Betreiber Bäderland sinkt die Aufmerksamkeit von Eltern schon seit Jahren. Smartphones und Tablets seien problematischer als Zeitschriften oder Bücher. „Im Netz gibt es ständig neue Inhalte, dadurch hat man immer Angst, etwas zu verpassen”, sagte er der Zeitung. Schwimmmeister und Rettungsschwimmer warnen, dass Kleinkinder auch im Planschbecken ertrinken könnten, etwa wenn sie stolpern und Wasser schlucken.

Schad gibt den Kommunen eine Mitschuld an dem Trend. Viele von ihnen würden darauf drängen, dass in den Bädern kostenloses WLAN bereitgestellt wird. Schad und der Schwimmmeisterverband haben ein Piktogramm entwickelt, das Eltern an die Aufsichtspflicht für ihre Kinder erinnern soll. Es zeigt ein durchgestrichenes Handy. „So stellen wir sicher, dass jeder Badegast das versteht, egal welche Sprache er spricht”, so Schad.

Bis zum 20. Juli registrierte die DLRG dieses Jahr 279 Ertrunkene, davon 19 in Schwimmbädern und 20 Kinder bis 15 Jahren.

(dpa)
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