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Bilderbücher fördern Kinder beim Sprechenlernen

Kleinkinder entdecken gerne neue Dinge. Das gilt auch für bunte Kinderbücher. Diese Neugier sollten Eltern nutzen. Denn sie fördern damit nicht nur die Sprachentwicklung ihrer Kleinen.
Nur Bilder anschauen bringt nichts? Doch, denn auch dabei lernen Kinder eine ganze Menge. Foto: Andrea Warnecke Nur Bilder anschauen bringt nichts? Doch, denn auch dabei lernen Kinder eine ganze Menge. Foto: Andrea Warnecke
Mainz. 

Auch wenn kleine Kinder erst wenige Wörter verstehen: Eltern sollten so früh wie möglich gemeinsam mit ihnen Kinderbücher anschauen.

Dabei gehe es weniger ums Vorlesen, sondern darum, ein Buch zu entdecken. Das rät Simone Ehmig von der Stiftung Lesen. Eltern können beschreiben, was auf Abbildungen zu sehen ist oder auf was ihr Kind gerade zeigt. Das fördert die kindliche Sprachentwicklung, da die Kleinen die gesagten Worte mit den gezeigten Bildern verknüpfen.

Der Übergang vom Betrachten und Beschreiben der Bilder zum Erzählen und Vorlesen sei fließend, sagt Ehmig. Eltern sollten das nicht erzwingen: Will das Kind nicht zuhören, sondern zur nächsten Seite blättern, sollten Erwachsene nicht genervt reagieren. Irgendwann klappe es mit dem Vorlesen von selbst.

Auch ganz profane Dinge lernen die Kleinen beim Bücher betrachten: Wie sie die Buchseiten umblättern können und wie herum Bücher gehalten werden. „Das geht alles spielerisch und unkompliziert.”

Je früher Kinder mit Büchern in Berührung kommen, desto eher werden sie zu einem festen Bestandteil ihrer Welt. „Sie lernen, dass man darin Sachen entdecken kann”, erläutert Ehmig, die das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung leitet. Dazu gehören auch Dinge, die sie in ihrer Lebenswelt sonst nicht zu sehen bekommen, zum Beispiel exotische Tiere oder Räuber. Insgesamt steigen so die Chancen, dass der Nachwuchs später nicht nur vor dem Computer oder am Smartphone hängt, sondern auch einmal ein Buch oder eine Zeitschrift liest.

(dpa)
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