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Die ersten drei Jahre brauchen Kinder keine Talentförderung

Musikalische Früherziehung, Englischspielkreis oder Leistungsturnen: Manche Eltern möchten die Talente ihrer Kleinen so früh wie möglich fördern. Ab welchem Alter ist das wirklich sinnvoll?
Früh übt sich, wer Meister werden will. Doch bis zum Alter von drei Jahren sollten Eltern nur das anbieten, was die Kleinen auch einfordern. Foto: Arne Dedert Früh übt sich, wer Meister werden will. Doch bis zum Alter von drei Jahren sollten Eltern nur das anbieten, was die Kleinen auch einfordern.
Hamburg. 

Das Kind schon früh zum Leistungsturnen schicken? Oder in den Geigenkurs? Manche Eltern haben die Sorge, Talente ihrer Kinder nicht früh genug zu fördern.

Grundsätzlich sind sich Experten einig: Bis zum Alter von drei Jahren können Eltern sich erstmal zurücklehnen und Kindern nur das anbieten, was sie unbedingt einfordern. Danach können Eltern die Augen nach einer Begabung offen halten: Womit beschäftigt sich das Kind am liebsten, selbstständig und über längere Zeit? Worin macht es schnell Fortschritte?, heißt es in der Zeitschrift „Nido” (Ausgabe April/Mai 2018).

Ansonsten können Eltern ein bisschen nach dem Trial-and-Error-Prinzip vorgehen: das Kind zum Beispiel unterschiedliche Sportarten testen oder es an einem Instrumentenkarussell teilnehmen lassen, bei dem es verschiedene Instrumente ausprobiert.

Eltern sollten dann einfach schauen: Passiert da was oder passiert nichts? Denn nur wenn ein Kind wirklich von etwas begeistert ist, wird es sich freiwillig stundenlang täglich und über Jahre damit beschäftigen.

(dpa)
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