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Ratgeber: Einschlafen lässt sich bei Kindern nicht beschleunigen

Feste Schlafenszeiten sind bei Kindern häufig nur schwer durchzusetzen. Experten raten dennoch zu festen Abläufen am Abend. Ausnahmen darf es allerdings geben.
Kinder kann man nicht zum Einschlafen zwingen. Eltern sollten daher die Schlafenszeit bei Bedarf flexibel anpassen. Foto: Patrick Seeger Kinder kann man nicht zum Einschlafen zwingen. Eltern sollten daher die Schlafenszeit bei Bedarf flexibel anpassen.
Fürth. 

„Um acht ist Licht aus und Schlafen angesagt”: So sieht ein idealer Abend aus, wenn man Eltern fragt. Kinder plädieren dagegen eher für: „Ich bau noch schnell den Turm fertig, höre noch eine CD oder bekomme eine Geschichte vorgelesen - egal, wie spät es ist”.

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Zum einen lässt sich Einschlafen nicht beschleunigen. Und Kinder, die nicht müde sind, interessiert herzlich wenig, wo der Zeiger auf der Uhr steht. Zum anderen: „Eltern haben das Recht darauf, dass um halb neun Ruhe ist”, sagt Ulric Ritzer-Sachs. Er arbeitet bei der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung .

Sind Kinder noch gar nicht müde, bietet sich ein Kompromiss an: Sie dürfen noch in einem Buch blättern oder ein Hörspiel anhören, bevor das Licht ausgemacht wird. Als Bedingung können die Erwachsenen aber aushandeln, dass die Kinder währenddessen ruhig in ihrem Zimmer bleiben und die Eltern etwas für sich machen können. Grundsätzlich sollte der Ablauf aber so sein: „Die Eltern legen die Ausnahmen fest, nicht die Kinder.”

Ritzer-Sachs rät außerdem zu festen Routinen am Abend, die auch dann stattfinden, wenn das Kind noch nicht müde ist. Sie schaffen Verlässlichkeit für beide Seiten und läuten etwas mehr Ruhe ein.

(dpa)

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