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Erziehung: Eltern sollten Freundschaft nicht unterbinden

Schlechte Manieren, rüpelhafte Wortwahl - die falschen Freunde haben Kinder aus Sicht der Eltern manchmal schon in der Kita oder Grundschule. Sollten Eltern da eingreifen?
Wenn das eigene Kind ausgerechnet den schlimmsten Chaoten der Klasse zum besten Freund hat, machen sich Eltern meist große Sorgen. Ein Erziehungsexperte rät jedoch zur Gelassenheit. Foto: Uwe Zucchi Wenn das eigene Kind ausgerechnet den schlimmsten Chaoten der Klasse zum besten Freund hat, machen sich Eltern meist große Sorgen. Ein Erziehungsexperte rät jedoch zur Gelassenheit.
Fürth. 

Klassenclown oder Kitarüpel: Für Eltern ist es gar nicht so einfach auszuhalten, wenn sich solche Charaktere ständig an das eigene Kind hängen.

Sie befürchten dann, dass das Kind Nachteile in der Schule hat oder sind genervt von den Schimpfwörtern, die es plötzlich mit nach Hause bringt. Was tun? Erstmal gelassen bleiben - und die Situation beobachten, rät Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. „Und das Verhalten des Kindes für sich genommen betrachten.” Also dem Kind erklären, warum man bestimmte Wörter daheim nicht hören will - auch wenn Johannes oder Johanna sie im Kindergarten ständig sagen.

Bei Schulkindern sollten Eltern ebenfalls das Gespräch suchen und fragen: „Bist du denn zufrieden damit, dass du die Hälfte des Unterrichts nicht mitbekommen hast? Was könnte dir denn helfen?” Oft stört es Kinder irgendwann selbst, wenn sie permanent abgelenkt werden. Löst sich die Situation von selbst nicht auf, können Eltern um ein Gespräch mit dem Lehrer und gegebenenfalls um ein Auseinandersetzen der Kinder bitten.

(dpa)

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