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Rat für Familien: Eltern sollten Geschechterrollen flexibel gestalten

Während der Vater das Auto wäscht, steht die Mutter in der Küche und backt Kuchen. Traditionelle Aufgabenteilung gibt es noch in vielen Familien. Doch damit Kinder individuelle Interessen entwickeln, sollten die Rollen auch mal getauscht werden.
Das der Mann den Abwasch übernimmt, ist nicht in allen Familien selbstverständlich. Wer die Aufgaben jedoch im Wechsel verteilt, verhindert festgelegte Geschlechterrollen. Foto: Jens Kalaene/dpa Das der Mann den Abwasch übernimmt, ist nicht in allen Familien selbstverständlich. Wer die Aufgaben jedoch im Wechsel verteilt, verhindert festgelegte Geschlechterrollen.
Berlin. 

Vom Kochen bis zum Reparieren des Fahrrads: Eltern sollten die ganze Familie am Spektrum der anfallenden Aufgaben beteiligen. Einige Aufgaben gelten immer noch als klassisch männlich, andere als klassisch weiblich.

„Rollen sollten aber flexibel gestaltet werden”, rät Prof. Petra Lucht vom Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der Technischen Universität Berlin mit Blick auf den Girls' und Boys' Day (27. April).

Das heißt: Wenn ein Elternteil überwiegend für die Fürsorge und das andere für das Finanzielle zuständig ist, könnte im Urlaub oder am Wochenende mal getauscht werden. Wichtig sei es auch, innerhalb der Familie zu zeigen, dass man vom anderen lernen kann, sagt Lucht. Wer gut mit dem Computer umgehen kann, zeigt den anderen, wie es geht.

„Es müssen nicht alle alles können, da soll kein Zwang dahinterstecken”, sagt Lucht. Aber wichtig sei es, sich immer wieder neu auszuprobieren. Das ist der Expertin zufolge wichtig für die Entwicklung der Kinder und kann auch bei der Wahl des Berufes eine Rolle spielen.

Den Girls' und Boys' Day, bei dem Jungs und Mädchen Berufe kennenlernen, in denen ihr Geschlecht bisher selten vertreten ist, sieht Lucht als Chance für Kinder. Wichtig sei es dann aber auch, dranzubleiben und sich über einen längeren Zeitraum damit zu befassen. „Das ist nachhaltiger. Die spätere Entscheidung für einen Beruf ist dann fundierter.”

(dpa)
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