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Engagiert aus der zweiten Reihe: Stiefmütter haben nur wenig Rechte

Auch zu nicht leiblichen Kindern können Frauen eine enge Beziehung aufbauen. Mitspracherechte haben sie aber oft keine. Foto: David Ebener Auch zu nicht leiblichen Kindern können Frauen eine enge Beziehung aufbauen. Mitspracherechte haben sie aber oft keine. Foto: David Ebener
Aschaffenburg. 

Sie hat eine schwierige Rolle in der Patchworkfamilie: Die neue Freundin kümmert sich als Stiefmutter um die Kinder ihres Partners, andererseits hat sie kaum formale Rechte. Und im Hintergrund bleibt immer die Ex, die den Ton angibt.

Die Stiefmutter wird von der Gesellschaft oft stiefmütterlich behandelt: Mag sie im Alltagsleben eine wichtige Bezugsperson für das Kind des Partners sein, die kocht oder mit ihm für die Mathearbeit paukt: Rechte hat sie keine.

«Der Status der Stiefmutter, die nicht mit dem Partner verheiratet ist, ist vergleichbar mit einer Hausangestellten oder bezahlen Betreuungsperson», sagt Sabine Langhirt, Fachanwältin für Familienrecht und Mediatorin in Aschaffenburg. Im Alltag ist es jedoch häufig üblich, dass die Stiefmutter mitredet und anstehende Entscheidungen trifft. Sofern eine Vollmacht vom Partner vorliege, sei das unproblematisch und ausreichend, erklärt die Familienrechtlerin.

Im Zeitalter der Patchworkfamilien pendeln immer mehr Kinder zwischen zwei Familien. Oder sie leben, eher selten, ganz getrennt von der leiblichen Mutter, weil diese etwa krank ist. «Die Rechte des Stiefelternteils leiten sich dabei allein von den Rechten des leiblichen Vaters oder der leiblichen Mutter ab. Es sei denn, das Kind wird adoptiert», sagt Langhirt. Eine Adoption sei jedoch die absolute Ausnahme, da hier der andere Elternteil zustimmen müsse.

(Von Susanne Rytina, dpa)
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