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Ex-Partner verliert nach Trennung Zutrittsrecht

Nach einer Scheidung gibt es für die Partner viele Dinge zu klären. Oft stellt sich dann auch die Frage: Was passiert mit dem gemeinsamen Haus? Einst getroffene Absprachen zum Wohnrecht können da Konsequenzen haben, wie ein Gerichtsurteil zeigt.
Laut Gerichtsurteil kann ein Ex-Partner nach einer Scheidung den Zutritt zu einem gemeinsamen Haus verlieren, wenn er dem anderen bereits das alleinige Wohnrecht zugestanden hat. Foto: Patrick Pleul Laut Gerichtsurteil kann ein Ex-Partner nach einer Scheidung den Zutritt zu einem gemeinsamen Haus verlieren, wenn er dem anderen bereits das alleinige Wohnrecht zugestanden hat.
Bremen. 

Gemeinsame Eigentümer von Immobilien haben jeweils ein Mitbenutzungsrecht. Das gilt grundsätzlich auch für Ehepaare nach einer Trennung - allerdings nicht, wenn die ehemaligen Partner dabei vereinbaren, dass nur noch einer von ihnen dort wohnt.

In dem Fall, von dem die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV) mit Blick auf eine Entscheidung des Oberlandesgerichts in Bremen (Az.: 5 WF 62/17) berichtet, ging es um ein getrennt lebendes Ehepaar, das sich scheiden lassen wollte. In dem gemeinsamen Haus wohnte nur noch der Mann - das hatten die beiden bei der Trennung so vereinbart. Der Mann hatte beim Amtsgericht ein Teilungsversteigerungsverfahren eingeleitet, die Frau wollte es dagegen über einen Makler verkaufen. Dem verwehrte der Mann aber den Zutritt zum Haus.

Die Frau wollte dagegen klagen und beantragte deshalb Verfahrenskostenhilfe. Das Gericht lehnte den Antrag aber wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg ab: Weil das Paar vereinbart hatte, dass nur noch der Mann in dem gemeinsamen Haus wohnt, habe die Frau kein uneingeschränktes Zutrittsrecht mehr - weder für sich noch für Dritte wie den Makler.

(dpa)
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