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Hinweise auf Computersucht bei Jugendlichen richtig deuten

Eltern sind oft schnell in Sorge, wenn ihre Kinder im Teenageralter gar nicht mehr weg wollen vonm Bildschirm. Das ständige Computerspiel muss nicht gleich auf eine Sucht hindeuten, einige Warnsignale gilt es aber im Blick zu haben.
Wenn Jugendliche die Finger nicht mehr von den Tastaturen lassen können und das Spiel zur Alltagsflucht nutzen, deutet das auf eine Sucht hin. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Wenn Jugendliche die Finger nicht mehr von den Tastaturen lassen können und das Spiel zur Alltagsflucht nutzen, deutet das auf eine Sucht hin. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
Berlin. 

Wenn Jugendliche viel Zeit am Computer oder Tablet verbringen, ist das allein noch kein Anlass zur Sorge. Isolieren sie sich aber zugleich immer mehr von ihrem Umfeld und nutzen sie vor allem Computerspiele als Flucht vor eigenen Problemen, kann das auf eine Spielsucht hindeuten.

Hinweise auf eine Sucht können auch sein, wenn Jugendliche ihre Alltagspflichten im Haushalt vernachlässigen sowie Kontakte zu Freunden und Familie oder ein Hobby im Verein aufgeben, erläutert Uwe Büsching, Sprecher des Ausschusses Jugendmedizin im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) .

Büsching betont, dass die Menge der Zeit, die jemand vor dem Computer verbringt, an sich nicht mit der Suchtgefahr einhergeht. Es gehe vielmehr darum, ob das Spielen eine Flucht vor Alltagsproblemen sei. Süchtige beschäftigten sich auch abseits des Computers gedanklich fast ausschließlich mit dem Spiel - und sie werden unruhig, wenn sie zu lange nicht in die Welt des jeweiligen Spiels eintauchen könnten.

Büschings Rat an Eltern lautet, das Spielen nicht als falsch oder als komplette Zeitverschwendung abzuwerten. Statt die Medien komplett zu verbieten, hält er es für sinnvoller, Jugendlichen feste Zeiten dafür einzuräumen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich Zusatzzeiten zu erarbeiten. Man könne auch einen schriftlichen Vertrag aufsetzen. Außerdem sollten Eltern auf die Inhalte der Spiele und die damit verbundenen Altersbegrenzungen achten.

(dpa)
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