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Kinder brauchen bei Grammatikfehlern keine Korrekturen

Es ist immer wieder erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit Kinder Sprachen erlernen. Auf dem Weg dorthin machen sie jedoch auch Fehler. Eltern sollten davon absehen, ihre Kinder zu korrigieren.
Spracherwerb im Kindesalter ist ein komplexer Prozess, der auf einer unbewussten Ebene stattfindet. Eltern können diesen fördern, indem sie über Fehler hinweghören. Foto: Frank Rumpenhorst Spracherwerb im Kindesalter ist ein komplexer Prozess, der auf einer unbewussten Ebene stattfindet. Eltern können diesen fördern, indem sie über Fehler hinweghören.
Berlin. 

„Gestern haben wir zusammen gegesst” - solche fehlerhaften Sätze ihrer Kinder sollten Eltern nicht korrigieren. Denn dies demotiviert die Söhne und Töchter nur, weil sie merken, was sie nicht können. 

Außerdem rückt damit der unbewusste und komplexe Prozess des Sprechenlernens auf eine bewusste Ebene - und kann dadurch ins Stocken geraten, warnt die Zeitschrift „Junge Familie” (Ausgabe 4/2018). Dann kann es passieren, dass das Kind zum Beispiel einzelne Wörter vermeidet. Besser sei es also, über solche Fehler hinwegzuhören - sie geben sich in der Regel von selbst.

Erwachsene vermeiden außerdem besser eine indirekte Korrektur, die zum Beispiel darin bestünde, den Satz des Kindes noch mal richtig zu wiederholen. Auch das widerspreche einer natürlichen Kommunikation.

(dpa)
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