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Kleine Kinder können Spielzeug noch nicht teilen

Dass kleine Kinder um Spielsachen streiten, ist keine Seltenheit. Wer das Objekt der Begierde in die Hände bekommt, will es meist nicht mehr rausrücken. Mit diplomatischen Geschick können Eltern das Problem lösen.
„Meins!” Kleinkinder melden bei Spielzeug schnell mal Besitzansprüche an. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa „Meins!” Kleinkinder melden bei Spielzeug schnell mal Besitzansprüche an. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Fürth. 

Mit größer werdendem Wortschatz fangen Kinder schnell an, Besitzansprüche anzumelden. Spielsachen heißen dann „meins” - egal, ob ihnen das Kuscheltier wirklich gehört oder ob sie es einem anderen Kind weggenommen haben.

Eltern können in solchen Situationen wenig tun, außer Übersetzungshilfe anzubieten: „Wollt ihr vielleicht zusammen spielen?”, rät Ulric Ritzer-Sachs von der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Manchmal klappt es dann, den Fokus vom Spielzeug und wem es wirklich gehört wegzulenken. Alternativ können Eltern auch eine ganz andere Sache zum Spielen anbieten, von der es vielleicht zwei gibt.

Mit zwei oder drei Jahren haben Kinder noch keine Vorstellung davon, was Teilen bedeutet. Sie können auch nicht erkennen, dass es Vorteile hat - etwa, weil man im Austausch auch an andere Spielsachen kommt.

Nicht nur Spielsachen drücken Kinder gerne den Stempel „meins” auf, sondern auch Personen. „Für kleine Kinder ist es wichtig, sich selbst und anderen zu erklären, wer zu ihnen gehört”, sagt Ritzer-Sachs. Deshalb wird phasenweise betont, dass es „mein Papa” oder „meine Mama” ist. Groß kommentieren müssen Eltern das nicht, es vergeht in der Regel von selbst. Wie stark Kinder Besitzansprüche anmelden, ist außerdem typabhängig.

(dpa)
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