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Ratgeber Erziehung: Krank oder gespielt? Eltern bleibt nur ihr Bauchgefühl

Wer krank ist, braucht nicht in die Schule zu gehen. Kinder wissen das und geben manchmal Beschwerden vor. Das zu erkennen, stellt für Eltern eine Herausforderung dar - doch es gibt Handlungsstrategien.
Viele Kinder empfinden Schule als Qual. Deswegen geben sie vor, krank zu sein. Ob das stimmt, können Eltern nie genau wissen. Ihnen bleibt das Bauchgefühl. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa Viele Kinder empfinden Schule als Qual. Deswegen geben sie vor, krank zu sein. Ob das stimmt, können Eltern nie genau wissen. Ihnen bleibt das Bauchgefühl.
Fürth. 

„Mir ist schlecht”, „Ich hab so Kopfschmerzen”: Äußern Kinder solche Beschwerden, bleibt Eltern nicht viel mehr, als auf ihr Bauchgefühl zu hören. Sind die Kinder tatsächlich krank, dürfen sie natürlich zu Hause bleiben.

Steckt hinter den Kopfschmerzen eher die Angst vor der Mathearbeit, können die Eltern den Nachwuchs vielleicht eher motivieren: „Probier's doch erstmal, zur Schule zu gehen. Wenn es gar nicht geht, hol ich dich ab”, schlägt Ulric-Ritzer Sachs von der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung vor.

Neben der Sorge, ob und was das Kind denn hat, müssen Eltern auch noch ihr eigenes Leben organisieren: Denn bleiben sie bei Sohn oder Tochter zu Hause, müssen Termine auf der Arbeit abgesagt und Besprechungen verlegt werden. „Ist das Kind krank, fühlt sich das für manche wie eine Bedrohung an”, sagt Ritzer-Sachs. Für das Kind ist es aber wichtig zu wissen: „Meine Eltern sind da, wenn es mir nicht gut geht.”

Nicht ganz ausschließen lassen sich Fälle, bei denen Eltern falsch liegen - entweder weil sie Beschwerden über- oder unterschätzt haben. Letzteres kommt nach Ritzer-Sachs Erfahrung aber nicht so häufig vor: „Die meisten Eltern machen sich zu viele Gedanken.”

(dpa)

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