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Krawatte ohne Sakko: Wolle, Kaschmir oder Strick bevorzugen

Krawatten müssen nicht mehr in Kombination mit einem Anzug angezogen werden. Heutzutage kann Mann mal den Stilbruch wagen und diese zu einem Karohemd tragen. Dabei gilt es, Farbe und Material gut abzustimmen.
Eine Krawatte lässt sich auch gut ohne Sakko tragen. Foto: Jens Schierenbeck/dpa Eine Krawatte lässt sich auch gut ohne Sakko tragen.
Karstädt. 

Eine Krawatte lässt sich längst nicht mehr nur zwingend zum schicken Outfit mit Sakko tragen. Ein toller Stilbruch ist der Binder zum Beispiel zum Karohemd. Dann sollte es aber eine weniger feine und förmliche Krawatte sein.

„Das Standardmaterial für die Krawatte zum Anzug ist Seide, Krawatten zu Casuallooks sind eher aus Wolle oder Kaschmir. Strickbinder aus Seide oder Wolle eignen sich ebenfalls hervorragend”, rät der Stilexperte Bernhard Roetzel aus Karstädt (Brandenburg). Einfarbige Modelle seien zu einem karierten oder gestreiften Hemden die sicherste Wahl, findet Roetzel. „Am besten, man greift mit der Farbe der Krawatte eine Farbe des Hemds auf.”

Allerdings ergänzt der Stilexperte: „Natürlich darf die Krawatte auch einen Kontrast setzen. Wenn man gemusterte Krawatten zu Hemden mit Streifen oder Karos trägt, sollte das Muster sich in seinen Abmessungen vom Dessin des Hemds absetzen.” Das heißt konkret: „Zum Hemd mit großem Karo eine Krawatte mit kleinem Muster. Zum Hemd mit schmalen Streifen eine Krawatte mit breiten Streifen oder großen Motiven.” Das gelte auch für die Wahl von Schleifen.

Von Krawatten aus Leder hält der Modeexperte nichts: „Lederkrawatten sind nach wie vor keine gute Wahl, sie eignen sich allenfalls als ironischer Gag.”

Literatur:

Bernhard Roetzel: Gentleman Look Book, h.f.ullmann publishing, Potsdam, 2017, 128 Seiten, 14,99 Euro, ISBN-13: 978-3848011223

(dpa)
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