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McCartney, Gaultier, Westwood: Highlights aus Paris

Jean Paul Gaultier schickte "Lookalikes" auf den Laufsteg. Vivienne Westwood mixte Muster wild durcheinander. Und Stella McCartney ließ nochmal einen Hauch von Olympia aufwehen. Hier die Highlights der Pariser Prêt-à-Porter-Schauen für Frühjahr/Sommer 2013.
Paris. 

Jean Paul Gaultier schickte "Lookalikes" auf den Laufsteg. Vivienne Westwood mixte Muster wild durcheinander. Und Stella McCartney ließ nochmal einen Hauch von Olympia aufwehen. Hier die Highlights der Pariser Prêt-à-Porter-Schauen für Frühjahr/Sommer 2013.

Rätselraten bei der Schau von Designer Jean Paul Gaultier bei den Prêt-à-Porter-Schauen (25. September bis 3. Oktober) in Paris: Ist das da vorne "Kiss"? Täuschend echt wirkten die im Katzenlook der legendären Rockband angemalten Typen, die sich unter den Gästen in der ersten Reihe fläzten. Doch am Ende waren sich alle einig, dass der Franzose Doubles angeheuert hatte.

Um "Lookalikes", Doppelgänger, drehte sich die ganze Kollektion für Frühjahr/Sommer 2013: Gaultier inszenierte sie als Hommage an die Stars der 1980er-Jahre, die einen Stil geprägt hatten. Erst schritt ein Grace-Jones-Verschnitt im Abendsmoking über den Laufsteg, dann wurde Madonnas "Like A Virgin"-Look mit Leder, Netztop, Bleistiftröcken und schwarzen Haarschleifen "nachgebaut". Jane Birkins lässige Oversize-Kleidung kam ebenso zum Zug wie der von Boy George geschaffene Ethno-Tramp oder der Disco-Glitz von Abba.

Eine klare Linie fehlte. Dafür gab es gute Einzelteile für jeden Geschmack, viel Spaß im Publikum und eine echte Amanda Lear als Finale. Die Disco-Queen der 1970er-Jahre ("Follow Me") zog den Rock ihrer pinkfarbenen Robe aus und offenbarte immer noch makellose Beine.

Auch Vivienne Westwood mixte in ihren Entwürfen Inspirationsquellen wild durcheinander: Die Aussparungen in vielen Kreationen waren Käferkörpern nachempfunden, die Silhouette sollte vage an den Maler Diego Velázquez erinnern, Muster hatte die Britin einer chinesischen Teedose entlehnt. Gerissene Säume kontrastierten mit aufwendigen Stickereien, die Entwürfe waren kunstvoll gerafft und dennoch locker.

Viktor & Rolf hatte sich die Hollywood-Stars der 30er Jahre vorgeknöpft. Mit fließenden langen Röcken, feinen Drapierungen, Satin und Schwarz-Weiß-Kontrasten ließ das holländische Designer-Duo den Glamour von Joan Crawford & Co. auf moderne Weise auferstehen.

Sportlich und sexy schickt Stella McCartney die Frauen in die nächste Saison. Bei der Schau ihrer Damenkollektion war deutlich zu sehen, dass die britische Designerin kürzlich auch die Kleidung der britischen Olympioniken gestaltet hat. Superbeweglich und cool wirkten ihre plissierten Schlauchkleider in Weiß mit einem leuchtend orangefarbenen Kontrast.

Zarte Blousons, lockere Hosen in Dreiviertellänge und breite Mäntel aus waldgrünem Tweed vereinten Funktion und Stil. McCartney komplettierte den Look mit ausgehfeinen Teilen wie den für sie typischen Einknopf-Blazern mit überbreiten Schultern und sehr hübschen Stickerei-Kleidern in weißem oder schwarzem Organza. Im Publikum saß einer ihrer treusten Fans: ihr Vater, Beatle Paul McCartney, der mit Ehefrau Nancy gekommen war.

(dpa)
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