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Mit Kindern über kulturelle Unterschiede sprechen

Kinder beobachten ihre Umwelt ganz genau. Beispielsweise stellen sie Fragen zu unterschiedlicher Hautfarbe und kulturell-religiös geprägten Kleidungsstilen. Vom Alter des Kindes hängt ab, wie differenziert Eltern den Wissendurst der Kleinen stillen sollten.
Schon kleinen Kindern fällt auf, dass es Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft gibt. Foto: Daniel Karmann/dpa Schon kleinen Kindern fällt auf, dass es Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft gibt.
Fürth. 

Schon kleinen Kindern fällt auf, dass Menschen unterschiedlich aussehen oder gekleidet sind. Später kommen dann oft Fragen auf wie „Warum ist meine Erzieherin denn schwarz?” oder „Warum trägt die Mutter meiner Freundin ein Kopftuch”?

Eine schnelle Antwort darauf haben wohl die wenigsten Eltern parat. „Oft muss ich erstmal überlegen: Welche Haltung habe ich denn dazu?”, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Das berührt wahrscheinlich weniger die Frage nach der Hautfarbe als die nach dem Kopftuch.

Wie sehr man ins Detail geht, hängt natürlich auch vom Alter des Kindes ab: Einem Kindergartenkind muss man nicht unbedingt erklären, warum das Kopftuch auch als Symbol für die Unterdrückung von Frauen gesehen werden kann. „Es reicht, wenn ich erkläre: Dieser Mensch hat eine andere Religion und dieses Kleidungsstück gehört dazu.” Bei älteren Kindern dürfen Eltern differenzierter argumentieren - und müssen selbst entscheiden, wie ehrlich sie ihre Meinung offen legen wollen.

(dpa)
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