Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Anzeigen

«O du fröhliche» - Nur eine Minderheit singt zu Weihnachten

Das ganze Jahr läuft das Radio - zu Weihnachten soll die Familie aber gemeinsam "O du fröhliche" anstimmen. Das fällt vielen schwer. In nicht wenigen Familien ist es ganz aus der Mode gekommen. Adventssänger in der Dresdner Staatskanzlei: 60 Prozent der Befragten singen nicht zu Weihnachten. Foto: Oliver Killig/Archiv Adventssänger in der Dresdner Staatskanzlei: 60 Prozent der Befragten singen nicht zu Weihnachten. Foto: Oliver Killig/Archiv

Essen. 

Das ganze Jahr läuft das Radio - zu Weihnachten soll die Familie aber gemeinsam "O du fröhliche" anstimmen. Das fällt vielen schwer. In nicht wenigen Familien ist es ganz aus der Mode gekommen.

Eine Mehrheit der Bundesbürger singt keine Weihnachtslieder. Auf die Frage, ob sie zu Weihnachten selbst singen, antworteten 60 Prozent der Menschen in Deutschland mit "Nein". Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Lediglich 40 Prozent bejahten dies. Frauen erweisen sich der Umfrage zufolge mit 45 Prozent als hörbar sangesfreudiger als Männer (35 Prozent). Auch die jüngeren Deutschen zwischen 18 und 24 Jahren stimmen nach eigenen Angaben zu 51 Prozent Weihnachtslieder an - das ist mehr als in allen älteren Gruppen. Viele Ältere hören aber gern festliche Popsongs wie "Last Christmas".

Das gemeinschaftliche Singen wieder neu anzufangen, falle fielen Familien schwer, sagt Prof. Werner Schepp. Gut sei es, möglichst viele passende Gelegenheiten wahrzunehmen: "Zum Beispiel mit den Kindern ein Adventskonzert besuchen", erklärt der Professor für Chorleitung an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Der Schritt vom Musik hören zum selber singen sei dann leichter.

Die Familie könne sich zum Beispiel vornehmen, die Adventssonntage etwas anders zu gestalten. Eltern sollten ihren Kindern aber kein festes Programm vorlegen und vorschreiben: "So machen wir das jetzt." Stattdessen könnten Mutter oder Vater sagen: "Ich fände es toll, wenn wir nächsten Sonntag etwas Gemeinsames machen." Am besten lade man die Großeltern ein, und jeder dürfe sein Lieblingslied vorstellen: "So fühlt sich keiner überfahren", erklärt Schepp. Gemeinsam Weihnachtslieder zu singen funktioniere nur, wenn alle etwas Schönes damit verbinden würden - und keine lästige Pflicht.

Oma und Opa einzubeziehen habe den Vorteil, dass diese viele Lieder noch auswendig können. Oft lässt sich daran anknüpfen: "Über das Singen findet ein emotionaler Austausch statt. Die Großeltern erzählen den Enkeln zum Beispiel, was sie mit den Liedern verbinden", erklärt Schepp.

Verzichten sollten Eltern darauf, den Kanon von "Alle Jahre wieder" als Köder einzusetzen, nach dem Motto: "Wenn ihr am Sonntag mitsingt, bekommt ihr all eure Weihnachtsgeschenke." Denn dadurch bekomme das Singen einen Zweck und werde nicht mehr gerne gemacht.

Alle Jahre wieder

Weihnachtslieder gehören zum Fest wie Kerzen, Baum und Bescherung. Dabei erklingen zwischen Kaufhauslautsprechern, Glühweinständen und trautem Familienkreis meist bekannte Lieder:

"Stille Nacht" ist das beliebteste Lied. In einer Umfrage nannten gut 24 Prozent den Klassiker als ihre Nummer Eins unter den traditionellen Weihnachtsliedern in deutscher Sprache.

"O Tannenbaum" können die meisten auswendig: 90 Prozent sagen, sie beherrschen mindestens die erste Strophe des Textes.

"White Christmas" ist die meistverkaufte Single der Welt: Laut Guinness-Buch der Rekorde gingen Bing Crosbys Versionen des 1941 komponierten Liedes in allen Formaten etwa 100 Millionen Mal über den Ladentisch.

"Last Christmas" ist der meistgespielte weihnachtliche Popsong. Das von George Michael komponierte Lied wurde erstmals 1984 von der Gruppe "Wham!" veröffentlicht.

(dpa)
Zur Startseite Mehr aus Familie
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Mit * gekennzeichnete Felder, sind Pflichtfelder!

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Wie viel ist 2 x 3: 




Mehr aus Familie
Schöner Sommer-Look: Blütenkrone selber machen
Schöner Look für den Sommer: Eine Krone aus Blüten lässt sich relativ einfach selber machen. Foto: Tollwasblumenmachen.de

Essen. Ein Metalldraht, ein Blumenband und Blumen: Mehr braucht es nicht, um eine Blütenkrone selber zu machen. Wie die Dinge zusammengesteckt werden, erfahren modische Bastler hier. mehr

clearing
Kindererziehung Mit dem Essen spielt man nicht: Tischmanieren für Kinder
In den Mund und nicht auf die Kleidung: Im Grundschulalter sind die meisten Kinder so weit, auch knifflige Sachen wie Nudeln mit Besteck zu essen. Foto: Silvia Marks

Hamburg. Nicht schmatzen, die Arme parallel zum Körper führen und nicht übers Essen meckern. Mithilfe von guten Vorbildern und kreativen Spielen lernen schon kleine Kinder Tischmanieren. mehr

clearing
So nehmen Senioren genug Flüssigkeit auf
Vor allem an heißen Tagen sollten Senioren darauf achten, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Wasser lässt sich mit Limettenscheiben etwas aufpeppen. Foto: Jens Kalaene

Potsdam. Im Hochsommer sollte man besonders viel trinken. Doch vor allem Senioren fällt dies oft schwer. Es gibt ein paar Tricks, wie man am Tag genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. mehr

clearing
Wasser statt Alkohol: So überstehen Jugendliche das Festival
Auf Festivals ist es besser auf Alkohol verzichten, damit der Kreislauf über mehrere Tage mitmacht. Foto: Daniel Karmann

Bremen. Der Festival-Sommer ist da. Das heißt: gute Konzerte, neue Bekanntschaften und ohne Ende Tanzen und Feiern. Doch wie ist zu verhindern, dass der Kreislauf Probleme bekommt? mehr

clearing
Lernen in den Ferien: Kindern erstmal eine Pause gönnen
Kinder sollten die ersten Ferienwochen nicht mit Lernen verbringen, sondern sich erholen. Foto: Armin Weigel

Fürth. Das zweite Schulhalbjahr ist um, die Ferien beginnen. Einige Eltern sehen die freie Zeit vielleicht als Chance, mit ihren Kindern das nachzuholen, was sie in der Schule versäumt haben. Doch Kinder brauchen eine Lernpause. mehr

clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2015 Frankfurter Neue Presse