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So werden Schulkinder besser mit frühem Aufstehen fertig

In die Kita durften sie auch schon mal erst um 9.00 Uhr gehen - für die Schule dagegen müssen Kinder meist sehr früh aufstehen. Manchen kommt das entgegen, andere haben zu kämpfen. Doch es gibt ein paar Tricks, mit deren Hilfe Eltern kleine Nachteulen unterstützen können.
Jeden Morgen früh aufzustehen, ist für viele Schüler eine Qual. Der persönliche Chronotyp - also Lerche oder Eule - ist aber genetisch festgelegt und lässt sich nicht einfach ändern. Foto: Silvia Marks/dpa-tmn Jeden Morgen früh aufzustehen, ist für viele Schüler eine Qual. Der persönliche Chronotyp - also Lerche oder Eule - ist aber genetisch festgelegt und lässt sich nicht einfach ändern.
Dresden. 

Mit dem Schulbeginn zieht in viele Haushalte das frühe Aufstehen ein. Nicht jedes Kind kommt damit gut klar. „Die meisten jüngeren Kinder sind zwar Frühaufsteher”, sagt Christiane Würfel, Kinder- und Jugendärztin und Leiterin des Kinderschlaflabors an der Universitätsklinik Dresden.

Aber Kinder, die eher Abendtypen sind, lassen sich nicht so einfach umerziehen. „Der Chronotyp ist genetisch festgelegt”, sagt Würfel. Mit dem gut gemeinten Ratschlag „Geh' mal früher schlafen” sei es bei Nachteulen daher nicht getan.

Jedes Kind hat ein individuelles Schlafbedürfnis, erklärt die Expertin. Sechsjährige bräuchten aber in der Regel zwischen neun und zwölf Stunden Schlaf binnen 24 Stunden. Hat das Kind in der Kita noch einen Mittagsschlaf gemacht, sollten Eltern bedenken, dass dieser jetzt fehlen wird. Das Kind braucht entsprechend nachts mehr Schlaf.

Einfach zwei Stunden früheres Einschlafen zu verordnen, funktioniere allerdings selten, ist Würfels Erfahrung. „Ich empfehle stattdessen, das Zubettgehen jede Woche um 15 bis 30 Minuten nach vorn zu verlegen.” So gewöhnt sich der Körper langsam an die neuen Zeiten.

Damit das Einschlafen leichter fällt, sollten Kinder etwa drei Stunden vor dem Zubettgehen keine elektronischen Medien mehr nutzen. Der Grund dafür ist, dass der blaue Lichtanteil der Displays die Freisetzung des schlaffördernden Hormons Melatonin im Gehirn hemmt.

Außerdem sei ein ruhiger, nicht zu warmer und abgedunkelter Raum zum Schlafen ideal. Ebenso hilft ein fester Rhythmus mit regelmäßigen Zubettgeh- und Aufstehzeiten. Würfel empfiehlt, diesen möglichst auch am Wochenende einzuhalten: „Natürlich kann das Kind mal eine Stunde länger schlafen. Aber allzu weit sollte man vom Alltag nicht abweichen.”

Was auch hilft: Morgens zur Schule laufen oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fahren. „Das Sonnenlicht synchronisiert die innere Uhr und unterdrückt die Ausschüttung von Melatonin”, erklärt Würfel. Die Bewegung regt zusätzlich den Kreislauf an. So sind die Kinder richtig wach, wenn sie in der Schule ankommen.

(dpa)
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