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Umfrage: Hässlichkeit größeres Tabu unter Freunden als Sucht

Freunde reden miteinander normalerweise über alles. Doch das scheint nur ein Gerücht zu sein. Denn manche Themen sprechen sie nicht so gerne an, wie eine Umfrage nun ergeben hat.
Alkoholprobleme zu besprechen, stellt für Freunde kein Problem dar. An Themen wie Schönheit oder Intelligenz trauen sie sich hingegen nicht heran. Foto: Jan Woitas Alkoholprobleme zu besprechen, stellt für Freunde kein Problem dar. An Themen wie Schönheit oder Intelligenz trauen sie sich hingegen nicht heran. Foto: Jan Woitas
Berlin. 

Die Bundesbürger würden einen guten Freund eher auf dessen Alkoholprobleme ansprechen als auf seine schlechte Frisur, Dummheit oder Hässlichkeit. Ebenfalls ein großes Tabu: Eine längst vergangene Bettgeschichte mit dem jetzigen Partner des Freundes.

Das ergab eine repräsentative Umfrage unter mehr als 1000 Menschen. Wie das Meinungsforschungsinstitut YouGov ermittelt hat, würden 75 Prozent es engen Freunden ins Gesicht sagen, wenn diese zuviel Alkohol trinken. Wenn sie mit der Frisur ihres Freundes nicht einverstanden wären, würden 66 Prozent der Befragten es aussprechen.

Einige Themen sind für die Studienteilnehmer deutlich sensibler. So wäre nur gut jeder Dritte ehrlich, wenn er mit dem aktuellen Partner des Freundes vor Beginn der Beziehung schon einmal Sex gehabt habe. Gut ein Drittel der Befragten gab an, dies einem Freund sagen zu können, ein knappes Drittel wollte dazu lieber keine Angabe machen.

Noch schwerer tun sich die Befragten damit, es ihren Freunden offen zu sagen, wenn sie diese nicht für sehr klug halten. Nur jeder Vierte würde dies nach eigenen Angaben tun. Gut die Hälfte der Studienteilnehmer würde seine Meinung für sich behalten, knapp 23 Prozent wissen nicht, wie sie sich verhalten würden.

Viele Befragte finden es auch problematisch, es Freunden beizubringen, wenn sie diese für nicht gut aussehend halten. Frauen tun sich dabei schwerer als Männer: Nur 27 Prozent der weiblichen Untersuchungsteilnehmer glauben, ihren Freunden dies sagen zu können. Bei den Männern sind es immerhin 38 Prozent.

(dpa)
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