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Warum Eltern über schlechte Noten schweigen dürfen

Nicht jede Mutter oder jeder Vater war früher ein Musterschüler. Kommt das eigene Kind in die Schule, könnte Eltern die Vergangenheit einholen. Warum es besser ist, nicht über die schlechten Noten zu sprechen, erklärt ein Erziehungsexperte.
Hatten Eltern früher schlechte Schulnoten, sollten sie ihren eigenen Kindern nicht unbedingt davon erzählen. Es könnte sie verunsichern. Foto: Ina Fassbender Hatten Eltern früher schlechte Schulnoten, sollten sie ihren eigenen Kindern nicht unbedingt davon erzählen. Es könnte sie verunsichern.
Fürth. 

Der erste Schultag steht vor der Tür: Bei einigen Eltern weckt das sofort Erinnerungen an muffige Turnhallen, Stuhlkreis und den ersten Vokabeltest. Außerdem denken viele Mütter und Väter an die eine oder andere schlechte Note: Sollte man seinem Schulkind ganz offenherzig davon berichten?

„Nein”, lautet die klare Antwort von Ulric Ritzer-Sachs, Onlineberater bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Erstklässlern könne so etwas unnötig Angst einjagen, vor allem wenn die Botschaft mitschwingt: „Vielleicht ergeht es dir auch so.”

Die Geschichten von der 5 in Erdkunde oder Englisch sollten sich Eltern besser für einen späteren Zeitpunkt aufheben, etwa wenn aus dem Schulanfänger ein Siebtklässler geworden ist.

Völlig verschweigen müssen Eltern ihre eigenen Leistungen in der Schule aber nicht. In manchen Fällen kann es sogar helfen, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten - zum Beispiel dann, wenn das Kind viele Ängste vor der Schule hat. Mutter und Vater können dann vielleicht von eigenen Unsicherheiten erzählen. Dann sei es aber auch wichtig, zu beschreiben, wie sie die gemeistert haben.

(dpa)
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