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Aktien mit Dividende: Worauf Anleger achten sollten

Deutschlands Unternehmen schütten in diesem Jahr wieder mehrere Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus. Vielen erscheint das verlockend. Doch auch bei Dividendenpapieren sollten Anleger nicht einfach wahllos zugreifen. Große Kurssprünge sind bei den meisten Dividendentiteln nicht zu erwarten. Dafür können Aktionäre mit regelmäßigen Ausschüttungen rechnen. Foto: Andrea Warnecke Große Kurssprünge sind bei den meisten Dividendentiteln nicht zu erwarten. Dafür können Aktionäre mit regelmäßigen Ausschüttungen rechnen. Foto: Andrea Warnecke

Düsseldorf. 

Deutschlands Unternehmen schütten in diesem Jahr wieder mehrere Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus. Vielen erscheint das verlockend. Doch auch bei Dividendenpapieren sollten Anleger nicht einfach wahllos zugreifen.

Sie gelten als langweilig und stehen dennoch bei vielen Anlegern derzeit hoch im Kurs: Aktien mit Dividende. Der Grund: Die regelmäßigen Ausschüttungen machen Dividendenpapiere berechenbar. "Sie sorgen für eine gewisse Kontinuität im Depot", sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Düsseldorf. "Daher können solche Titel ein wichtiger Baustein sein." Allerdings sollten Anleger nicht blind zugreifen, denn auch bei Dividendentiteln gebe es einige Punkte zu beachten.

Gezahlt werden Dividenden in der Regel in defensiven Branchen, etwa bei Energieversorgern, in der Nahrungsmittelbranche oder bei Luxusgüterherstellern. Die meisten Unternehmen seien etabliert, existierten schon länger, und die Geschäftsmodelle hätten sich bewährt, erklärt Kurz. "Bei solchen Unternehmen sind in der Regel keine großen Kurssprünge zu erwarten." Aktionäre profitierten hierbei in erster Linie von den regelmäßigen Ausschüttungen. Allein die 30 Dax-Unternehmen werden in diesem Jahr rund 27 Milliarden Euro an ihre Aktionäre zahlen.

Bei der Auswahl sollten Anleger darauf achten, dass die Dividende in der Vergangenheit regelmäßig gezahlt wurde, empfiehlt Kurz. "Dabei sollte sich die Dividende vor allem aus den Erträgen finanzieren." Es könne zwar durchaus akzeptabel sein, wenn in schlechteren Zeiten dafür auch auf einen Teil der Rücklagen zurückgegriffen werde. "Das sollte aber in guten Jahren wieder ausgeglichen werden." Ein positives Zeichen sei es zudem, wenn die Ausschüttung in der Vergangenheit leicht erhöht wurde.

Wie hoch die Dividendenrendite ist, könnten Anleger selber ausrechnen, erklärt Kurz. Denn die Rendite ergebe sich aus dem Verhältnis von Dividende und aktuellem Kurs. Ein Beispiel: Wird eine Aktie mit 100 Euro bewertet und pro Wertpapier 4 Euro Dividende ausgeschüttet, beträgt die Dividendenrendite 4 Prozent. Bei einem Kurs von 50 Euro liegt die Rendite bei 8 Prozent.

Diesen Wert sollten Anleger kritisch betrachten. "Das ist ein dynamischer Wert, der sich schnell ändern kann", erklärt Kurz. Denn sinke der Kurs, steige die Dividendenrendite. "Daher sollte sich niemand nur von einer hohen Rendite blenden lassen."

(dpa)
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