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Fahrraddieben mit GPS auf der Spur

Ein geklautes Fahrrad sehen Besitzer selten wieder. Mit einem GPS-Sender lässt sich der Weg des Fahrrads nach einem Diebstahl weiterverfolgen.
Ist dieses Fahrrad mit einem GPS-Peilsender ausgestattet, kann der Besitzer es vielleicht wiederfinden. Foto: Friso Gentsch (dpa) Ist dieses Fahrrad mit einem GPS-Peilsender ausgestattet, kann der Besitzer es vielleicht wiederfinden.

Ein kleiner GPS-Peilsender kann helfen, gestohlene Fahrräder wiederzufinden. In der Regel wird der Tracker ins Sattel- oder Lenkerrohr eingesetzt, es gibt auch Modelle, die in die Rückleuchte integriert werden. Grundsätzlich sollte der Einbau so erfolgen, dass der Tracker von außen nicht als Sender erkennbar ist. Auf einem kleinen Bildschirm, der einem Navigationsgerät ähnelt, kann der Besitzer dann nachverfolgen, wo sich das Fahrrad befindet.

Das System funktioniert jedoch nur, wenn das Rad im Freien ist, sagt Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC): „Lagert ein Dieb das Rad beispielsweise in einer Garage oder einem Keller, hat der kleine Sender keinen Empfang mehr.“ Unter Umständen wird aber wenigstens der grobe Standort angezeigt. Im Internet werden GPS-Sender zu Preisen von 90 bis 120 Euro angeboten.

Wird ein Fahrrad gestohlen, rät Stephanie Krone grundsätzlich, sich bei der Polizei zu melden und Anzeige zu erstatten. Etwa jedes zehnte gestohlene Rad kann dadurch wiedergefunden werden. Zur Hausratversicherung sollten Besitzer außerdem eine Zusatzversicherung abschließen, damit Fahrräder nicht nur dann ersetzt werden, wenn sie aus dem geschlossenen Keller oder der Garage geklaut worden sind, sondern beispielsweise auch am Bahnhof oder vor dem Haus. Für die Entschädigung gilt eine Obergrenze von ein, zwei oder drei Prozent der Hausratversicherungssumme.

Bei einem kleineren Haushalt mit einem teureren Fahrrad reicht die Summe oft nicht aus, um den Wert des Fahrrads komplett zu ersetzen. Stehlen die Langfinger gleich mehrere Räder eines Besitzers, zahlt die Versicherung zwar die Höchstentschädigung, doch unter Umständen ist nicht der Wert aller Fahrräder gedeckt. Besondere Vorsicht ist nachts geboten: Zwischen 22 und 6 Uhr gibt es eine Versicherungslücke. Wenn das Rad nicht in einem „umschlossenen Raum“ untergebracht oder gerade benutzt wird, zahlen Versicherungen im Schadensfall nicht. Manche Versicherungen verzichten jedoch auf diese Klausel.

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