E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 16°C

Falsche Formularzeile: Finanzamt muss augenfällige Fehler im Bescheid berichtigen

Wer in seiner Steuererklärung einen Fehler macht, zum Beispiel eine Eintragung im falschen Formularfeld vornimmt, muss nicht besorgt sein. Korrekturen sind noch möglich - und bei einem leicht erkennbaren Fehler auch nach der einmonatigen Einspruchsfrist.
Wer einen Fehler in seinem Steuerbescheid bemerkt, kann innerhalb eines Monats Einspruch dagegen erheben. Ist der Fehler offensichtlich, kann die Frist sogar noch länger sein. Foto: Andrea Warnecke Foto: dpa Wer einen Fehler in seinem Steuerbescheid bemerkt, kann innerhalb eines Monats Einspruch dagegen erheben. Ist der Fehler offensichtlich, kann die Frist sogar noch länger sein. Foto: Andrea Warnecke
Berlin. 

Die Formulare für die Steuererklärung auszufüllen, fällt nicht allen Steuerzahlern leicht. Doch keine Sorge: Wer einen Fehler macht, kann ihn korrigieren lassen.

„Dies gilt zumindest dann, wenn der Fehler für das Finanzamt leicht erkennbar war”, erläutert Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler mit Blick auf eine Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf.

In dem Fall hatte ein Notar die Beiträge für das berufsständische Versorgungswerk - also die Rentenkasse für Notare - in seiner Einkommensteuererklärung in die falsche Formularzeile eingetragen. Obwohl er die Bescheinigungen der Steuererklärung beigefügt hatte, übernahm das Finanzamt die fehlerhaften Eintragungen aus der Steuererklärung, sodass die Ausgaben nicht in zutreffendem Maße steuermindernd berücksichtigt wurden. Dem Notar fiel sein Versehen erst nach Ablauf der Einspruchsfrist auf. Das Finanzamt lehnte deshalb eine Änderung der Steuerbescheide ab.

Das Finanzgericht gab dem Steuerzahler hingegen Recht. Denn das Finanzamt hätte das Versehen des Steuerzahlers leicht erkennen können, sodass eine offenbare Unrichtigkeit vorliegt. In diesen Fällen kann der Steuerbescheid bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist von vier Jahren noch berichtigt werden (Az.: 13 K 3544/15 E).

„Insgesamt ist es jedoch ratsam, die Steuerformulare sehr sorgfältig auszufüllen, sodass alle Ausgaben auch direkt vom Finanzamt bei der Steuerberechnung berücksichtigt werden”, rät Klocke. Spätestens wenn der Steuerbescheid kommt, sollte man nochmal alle Daten überprüfen. Bemerkt man einen Fehler, so kann innerhalb eines Monats unproblematisch Einspruch gegen den Bescheid eingelegt werden.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Geld & Recht

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen